Zunächst sah das in der St. Jakobarena gar nicht gut aus: Die Techniker waren mit einer Hebebühne am Werk, weil die Matchuhr nicht funktionieren wollte. Mit zehn Minuten Verspätung konnte das Spiel zwischen den Sharks und Thurgau dann aber doch beginnen.

Die Basler begannen überlegen, aber die letzte Überzeugung legten sie nicht an den Tag. Der Tabellenletzte spielte sehr vorsichtig, meistens schirmten die Thurgauer ihren Goalie Zurkirchen mit drei Defensivleuten ab. Die Sharks zeigten wenig Biss, obwohl sie sich mehrheitlich im Angriffsdrittel festsetzen konnten.

Tassilo Schwarz durchbrach das Thurgauer Bollwerk schliesslich nicht mit Gewalt sondern mit Raffinesse: Mit einem Heber überwand er den am Boden liegenden Goalie. Der Puck schien eine kleine Ewigkeit zu brauchen, bis er ins Netz gekullert war.

Scheibe geht in Brüche

Im Mitteldrittel änderte sich wenig am Charakter der Partie. Die Sharks spielten etwas konstruktiver, Thurgau blieb trotz Rückstand vorsichtig. Dann die nächste Panne in der Arena: Eine Scheibe ging oberhalb der Bande in Brüche und musste ersetzt werden. Die zweite Pause wurde vorgezogen und dauerte einige Minuten länger.

Die Scherben sollten Basel kein Glück bringen. Das letzte Drittel, das nun also 24 Minuten dauern musste, begann mit einer Schrecksekunde, als Mathias Arnold zweimal alleine aus nächster Nähe zum Schuss kam, aber an Goalie Lorenzo Croce scheiterte. Bei einem Powerplay – es wäre in vier Sekunden abgelaufen – erzielten die Sharks durch Pascal Wittwer das 2:0.

Überraschender Anschlusstreffer

Doch es war nicht etwa die Vorentscheidung: Gleich nach dem Bully verkürzte Thomas Nüssli völlig überraschend für den HC Thurgau auf 2:1. Nun war der Match endlich richtig lanciert und beide Seiten legten einen rechten Zacken an Härte zu. Dann wirbelten plötzlich die Ostschweizer, und wieder Nüssli versenkte den Puck aus spitzem Winkel ins entfernte, hohe Toreck zum 2:2. Als Sacha Wollgast sogar noch den Pfosten traf, ahnte man schon, was da noch kommen könnte.

So war der Siegtreffer für die Thurgauer zwei Minuten vor Schluss nicht unverdient. Sie begannen zwar verhalten, reagierten aber auf das 2:0 der Basler heftig, überraschten diese so und schafften eine kaum mehr erwartete Wende.