Mountainbike
Schurter und Last gewinnen das Gipfeltreffen der Bike-Artisten

Am Elite-Rennen des Bikefestivals Basel können die regionalen Spitzenfahrer nicht nach Wunsch mithalten. Bei den Frauen gewann Vorjahressiegerin Annie Last im Fotofinish, bei den Männern gewann Olympia-Silbermedaillist Nino Schurter.

Susan Gloor
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Am Ende entschieden Zentimeter: Siegerin Annie Last (Mitte) vor Jolanda Neff und Sabine Spitz.

Am Ende entschieden Zentimeter: Siegerin Annie Last (Mitte) vor Jolanda Neff und Sabine Spitz.

Aeschbach

Bei den Frauen ging gestern als einzige Nordwestschweizer Fahrerin die Riehenerin Katrin Leumann auf die sieben Runden zwischen Schänzli und der Muttenzer Rütihard. Während der beiden Stadionrunden nach dem Start wurde Leumann eingeklemmt, und bis sie sich gelöst hatte, war bereits eine Spitzengruppe davongezogen. Darin waren die Deutsche Sabine Spitz, Esther Süss, Annie Last, die Britin, die Russin Irina Kalentieva und die aktuelle Schweizer Meisterin Jolanda Neff. Sie machten den Sieg untereinander aus und Last, die Vorjahressiegerin, überquerte bei einem Foto-Finish als Erste die Ziellinie. Vor Neff und Spitz.

Dahinter hielt sich Leumann während des ganzen Rennens in einer Dreiergruppe mit Kathrin Stirnemann und Nathalie Schneiter auf. Eigentlich hätte der Spurt um Platz 6 zugunsten der Riehenerin ausfallen sollen, doch als die drei zum Spurt ansetzten, «krampften die Beine». So blieb am Ende der gute achte Rang für Leumann. Für einen Podestplatz «muss einfach alles stimmen», stellt die Bikerin fest. Sie habe gleich nach ihrem Olympia-Einsatz eine harte Trainingswoche eingelegt und sich davon noch nicht ganz erholen können. Schwere Beine waren die Folge. Doch die Weltmeisterschaft im österreichischen Saalfelden komme nun genau richtig, um dort ein gutes Rennen zu zeigen.

Punkte um einen Rang verpasst

Bei den Elite-Männern gingen vom Goldwurst-Power Team zwei Fahrer an den Start: der Langenbrucker Nicola Rohrbach und der Riehener Trainingspartner von Leumann, Pascal Schmutz. Beide waren mit ihren Einsätzen zufrieden und doch hätten sie sich bessere Rangierungen erhofft. Wie bei den Frauen setzten sich nach dem Start ebenfalls fünf Männer ab auf dem Weg zur Rütihard. Nino Schurter, Marco Aurelio Fontana, Florian Vogel, Lukas Flückiger und Thomas Litscher an der Spitze, gefolgt von Julien Absalon und Fabian Giger. Nach seiner äusserst knappen Spurtniederlage in London wandelte Schurter diese in einen Spurtsieg auf dem Schänzli. Schurters Vorsprung auf den Zweiten, Flückiger, war nun schon deutlich. Dahinter folgten Litscher und Fontana.

In der dritten Gruppe an 15. Position erschien anfänglich Rohrbach, doch in den letzten beiden Runden habe er nicht mehr ganz dran bleiben können und erreichte Platz 16. Für weitere UCI-Punkte wäre ein Rang unter den ersten 15 erforderlich gewesen. Erst bei einem Weltcup-Ranking unter den ersten 20 hat Rohrbach eine Chance in der Sportszene vermehrt wahrgenommen zu werden und mehr Unterstützung zu erhalten. Dies bleibt das Ziel für die kommende Saison.