Basketball

Schwache Starwings warten weiter auf den ersten Sieg

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Ohne den verletzten Deondre Burns verlieren die Birsfelder auch ihr fünftes Spiel gegen Monthey mit 60:76. Als nächstes geht es gegen den Spitzenreiter aus Genf.

«Seit Jahren umgibt die Starwings ein toxisches Umfeld». Der dies sagt, ist ein Birsfelder Basket-Insider, der selbst viele Jahrzehnte im Umfeld der «Wings», in allen erdenklichen Funktionen, tätig war. Ja, die Star­wings werden seit Jahren vom Schicksal gebeutelt. 

Statische Birsfelder enttäuschen

Im Basketball ist der Aufbauer (Playmaker) der Denker und Lenker. Jener, der organisiert, die Sys­teme ansagt, den am besten postierten Mitspieler einsetzt – und im optimalen Falle auch skoren kann. Deondre Burns, der US-Profi, konnte dies recht gut machen. Er kann es aber nicht zeigen, weil er sich vor acht Tagen in Lugano ver­letzt hat und ausfällt. Und so durfte Branislav Kostic 40 Minuten, von der ersten bis zur letzten Sekunde, durchspielen. Mit sei­nen knapp 180 Zentimetern gehört er schon zu den Kleinsten im nationalen Basket­ball. Und dennoch schafft er es, in gebückter Haltung, schleppend und ohne Rhythmus­wechsel während 18 bis 20 Sekunden den Ball zu monopolisieren. Die Folge: Die Starwing spielen statischen, stehenden Basketball – wie der Starwings-Live-Stream-Kommen­tator sagte: «40 Minuten lang war es ein Geknorze, eine Anhäufung an Peinlichkeiten in Form von Fehlzuspielen, Fehlwürfen, technischen Fehlern.»

Trauriger Höhepunkt war der Beginn des 3. Viertels, wo man sieben Minuten lang nicht punktete, nachdem man kurz vor der Pause an die Gäste aus dem Wallis, welche erst ihre zweite Meisterschaftspartie austrugen, herangekommen war. Enttäuschend waren auch die «Langen» Ilija Vranic und Cheikh Sane. Wenig Ballgefühl, keine Bewegungen unter dem Korb. Dazu Saisonquote von 40 Prozent bei den Freiwürfen. Matthew Mi­lon, der in Lugano mit 29 Punkten bril­liert hatte, konnte nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Alles, was der sonst smar­te Amerikaner machte, war falsch. Er warf, wenn er hauteng gedeckt war und so einige Male ge­blockt wurde. Er zögerte, als er «offen» für einen Distanzwurf war. Nathan Krill begann gut, hielt die Gast­geber zu Beginn im Spiel, doch mit der Zeit baute er immer mehr ab. Aber der Mann, der in der letzten Saison in einer viel stärkeren Liga (in Hol­land) überzeugt hatte, ist weiterhin wegen Corona angeschlagen.

Das nächste Heimspiel gegen Genf

Ja, Monthey war anfangs Saison fast «Konkurs». Sie stellten noch später als die Star­wings eine Equipe zusammen, welche die erste Partie vor drei Wochen zuhause mit 40 Punkten verloren hat. Gegen Genf. Les Lions aus der Calvinstadt sind drei Klassen besser als die Walliser – und sie dürfen am Samstag in der Sporthalle Birsfelden gastieren.

Dragan Andrejevic, der Cheftrainer der Starwings, muss mit dem Material spielen, was vorhanden ist. Der Spielmacher nimmt sich selbst aus dem Spiel, die Ausländer verspra­chen viel und halten wenig. Und so muss einer 40 Minuten führen, der hierfür kei­ne Fähigkei­ten hat. Aber in dieser Coronavirus-Saison spielt alles, ausser der Gesundheit, keine Rol­le.

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