Volleyball

Schwächste Leistung, höchster Sieg: Therwil mischt an der Spitze mit

Die Therwilerinnen besiegen Schönenwerd im NLB-Duell in drei Sätzen. «Das Team besitzt eine grosse mentale Stärke und kann Sätze unter Druck drehen», sagt Trainerin Surikova zum derzeitigen Höhenflug.

«Es ist schwierig, gegen eine schwächere Mannschaft konsequent konzentriert zu bleiben», sagte die Trainerin von VB Therwil, Jana Surikova, nach dem Spiel gegen das Tabellenletzte Schönenwerd. Das mussten die Baselbieterinnen vor allem im dritten Satz feststellen. Der Beginn des Durchgangs war sehr ausgeglichen, die beiden zuvor von Therwil gewonnenen Sätze legten die Erwartungen für den Ausgang des NLB-Spiels jedoch fest.

Für einmal drehen die Gäste auf

Das Heimteam hielt bis zum Stand von 10:9 konstant einen knappen Vorsprung, dann liessen sie jedoch nach und der TV Schönenwerd drehte auf. Nichts war mehr zu sehen von den laschen, unkoordinierten gegnerischen Spielzügen des ersten und Teilen des zweiten Satzes und die Verteidigung stand sicher. Selbst die Ermahnungen der VBT-Trainerin in zwei kurz aufeinanderfolgenden Time-Outs schienen erst wirkungslos. Doch selbst nachdem das Heimteam den Gegner aufgebaut und sich selbst nervös gemacht hatte, zeigten sie grosse Moral: Nach einem 12:18-Rückstand kämpften die Therwilerinnen sich in den Satz zurück, glichen ihn zum 22:22 aus und gewannen schliesslich 26:24.

Dritter Sieg in Serie

«Das Team besitzt eine grosse mentale Stärke und kann Sätze unter Druck drehen», sagte Surikova. Auch in den beiden vorangegangen Meisterschaftspartien gegen Genf (3:1) und Baden (3:2) bewiesen sie ihr Können und eisernen Willen; «die Spielerinnen waren teilweise fast etwas überrascht, so eine Leistung zeigen zu können», meinte die Trainerin mit einem Augenzwinkern. So stehen die Therwilerinnen solid auf dem zweiten Platz der jungen Saison. Einen speziellen Tabellenrang hat der VB Therwil nicht im Auge. Natürlich sind die Playoffs das Ziel, vor allem aber ist es Trainerin Surikova wichtig, dass die Frauen hinter ihren jeweiligen Leistungen stehen können und ihr volles Potenzial ausschöpfen – auch für die Zuschauer.

Vor schweren Wochen

Gegen Schönenwerd wollten die Gastgeberinnen ihr Publikum wohl etwas zu sehr beeindrucken. Die tief getroffenen Gewaltsmashes landeten immer häufiger im Block der Solothurnerinnen. Zu Beginn der Partie hatte das noch gut funktioniert und Therwil sicherte sich den ersten Satz fast schon locker mit 25:13. Im zweiten hielten die Gegnerinnen schon deutlich länger mit, zerfielen aber nach der Hälfte des Durchgangs und verloren ihn nicht minder deutlich 17:25.

Die nächsten Wochen werden zur Belastungsprobe für den VBT, da mit Cupspielen jeweils zwei Matches pro Wochenende anstehen. Schon am Sonntag bestritten die Therwilerinnen die für sie erste Cuprunde, in der sie Erstligisten VBC Andwil-Arnegg mit 3:1 aus dem Turnier warfen.

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