Volleyball

Schwarz schlägt Pink: Aber noch ist im internationalen Geschäft für Sm'Aesch alles drin

Aachen obenauf. Für Sm’Aesch Pfeffingen reicht es im Achtelfinal-Hinspiel des CEV Challenge Cups auswärts nicht zum Sieg.

Aachen obenauf. Für Sm’Aesch Pfeffingen reicht es im Achtelfinal-Hinspiel des CEV Challenge Cups auswärts nicht zum Sieg.

Im Achtelfinal-Hinspiel des CEV Challenge Cups verliert Sm’Aesch Pfeffingen bei den Ladies in Black Aachen mit 1:3, darf aber weiter auf ein Weiterkommen hoffen. Das Rückspiel findet am 5. Februar statt.

Gross war die Freude bei den Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nach den beiden deutlichen Siegen über Levski Sofia im CEV Challenge Cup. Denn man wusste schon früh, dass der Gegner in den Achtelfinals Ladies in Black Aachen heisst und man damit auf die langjährige Sm’Aesch-Angreiferin und ehemalige Teamkollegin Maja Storck treffen würde. Doch schon lange vor der Abreise mit dem Zug in den Westen Deutschlands war leider auch klar, dass Mittelblockerin Gabi Schottroff wegen einer schweren Bänderverletzung wohl bis zum Ende der Saison nicht mehr mitspielen kann. Aber damit nicht genug des Schlechten. Kurz vor Abfahrt des ICE musste auch die österreichische Nationalspielerin Monika Chrtianska wegen eines grippalen Infekts forfait geben.

So machten sich also die übrig gebliebenen zehn Spielerinnen auf in den sogenannten «Hexenkessel» nach Aachen, um dort ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Doch auch der favorisierte Gegner hatte in seinem 11-Frau-Kader mit Marrit Jasper noch kurzfristig einen verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen und damit ebenfalls nur noch zehn Akteurinnen auf dem Matchblatt.

Beide Teams mit Vollgas-Start

Nach der herzlichen Begrüssung des Hallenspeakers, Dora Grozer hatte nämlich ihre Profilaufbahn in Aachen begonnen, war es dann sehr schnell vorbei mit den gegenseitigen Nettigkeiten. Und es sollte nach einem sehr ausgeglichenen Beginn (8:8) ein Traumstart für die Baselbieterinnen werden. Nicht Topskorerin Taylor Fricano, sondern die am Vortag noch leicht kränkelnde Luisa Schirmer und Grozer sorgten mit ihren Punkten für die Musik. Nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Punkte-Vorsprung wurde es gegen Schluss des Startsatzes zwar nochmals eng, doch nach einem Servicefehler des Heimteams feierte der Aussenseiter die Satzführung.

Die in der heimischen Meisterschaft zuletzt viermal sieglos gebliebenen Aachener mit Trainerin Saskia van Hintum, übrigens gleichzeitig auch die neue Schweizer Nationaltrainerin, zeigten Moral, drehten mit der Unterstützung des grossartigen Publikums mächtig auf und holte sich gegen sich tapfer wehrende Gäste relativ deutlich den Satzausgleich. Die Aachener Angreiferinnen liessen nicht nach und holten sich im dritten Durchgang einen 10:5-Vorsprung. Aber auch das Gast-Team wusste zu reagieren und die starke Fricano brachte ihre Equipe nicht nur wieder zurück in die Partie, sondern auch gleich mit 15:13 in Führung.

In der Folge lieferten sich die Spielerinnen einen offenen Schlagabtausch mit dauernd wechselnder Führung. Es war dann ausgerechnet die Münchensteinerin Storck in Diensten der Ladies in Black welche den zweiten Satzball im gegnerischen Feld unterbrachte.

Beim Team von Head-Coach Andreas Vollmer war nun das Fehlen der besten Blockspielerin Schottroff nicht mehr zu übersehen, denn mit einigen starken Angriffen und überzeugendem Aufschlagspiel brachte der Favorit den allseits erwarteten Sieg doch noch nach Hause.

Sm’Aesch-Trainer Vollmer war nicht unzufrieden mit der Leistung: «Es war kein schlechtes Spiel von uns. Wir sind gut in die Partie gestartet, haben danach leider den zweiten Satz verschlafen und in der Folge etwas zu viele Fehler gemacht. Wenn wir das eine oder andere für das Rückspiel, vor allem in Sachen Tempo und Höhe, verbessern können, bleiben unsere Chancen für ein Weiterkommen absolut in Takt.» Strahlen konnte auf der Gegenseite natürlich auch Aachens Publikumsliebling Maja Storck. Sie sagt: «Zum Glück konnten wir den Fehlstart noch korrigieren und das Blatt rechtzeitig wenden.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1