Nach der höchsten Rückrundenniederlage gegen den FC Sion U21 in der Vorwoche setzte die U21 des FC Basel im negativen Sinne einen drauf und kassierte in Cham mit 0:5 die höchste Pleite in der laufenden Promotion-League-Saison. Arjan Peço hatte seine Equipe zwar etwas umgestellt, ein paar neue Spieler gebracht und andere auf ungewohnten Positionen agieren lassen, doch den Grund für die Klatsche machte der Trainer in der Einstellung aus: „Die Spannung war nicht da. Die Spieler sind zu leger in die Partie gegangen!“

Beste Beispiele für Peços Aussage waren die ersten beiden Treffer der Zuger: In der 12. Minute durfte Chams linker Flügel Cristian Miani mehr begleitet als gestört in den Sechzehner eindringen und den Ball in die weite Ecke schlenzen. Und auch acht Zeigerumdrehungen später gingen die Akteure des Heimteams im Basler Strafraum deutlich entschlossener zu Werke als ihre verteidigenden Gegenspieler – Jessy Nimi wuchtete die Kugel schliesslich aus zehn Metern problemlos in die Maschen.

Reaktion gefordert

Mit dem Seitenwechsel beim Stand von 4:0 reagierte der FCB-Trainer und stabilisierte seine Elf mit drei Einwechslungen. Die bessere Equipe blieb aber der SC Cham, der kurz vor Schluss einen fünften Treffer bejubelte: Gästeverteidiger Konstantinos Dimitriou hatte seinen Goalie Jozef Pukaj auf kuriose Art per Hinterkopf überlobt (86.).

Arjan Peço dürfte in dieser Woche jedenfalls einiges mit seinen Junioren zu besprechen haben. „Nächsten Samstag gegen Zürich muss eine Reaktion her – auf jeden Fall“, forderte der Trainer.

Abstieg besiegelt

Deutlich knapper und unglücklicher verloren die Old Boys in der 1. Liga gegen den FC Solothurn. Das 0:1 auf der Schützenmatte hatte zwei Dinge zur Folge: Die definitive Qualifikation für die Aufstiegsspiele für die Gäste und den rechnerischen Abstieg des Heimteams in die 2. Liga interregional.

Auf dem Platz war die Differenz von zwölf Tabellenrängen und 30 Punkten aber nicht zu erkennen. Der Match war ebenso ausgeglichen wie das Chancenverhältnis. Für OB-Trainer Marco Walker war es sogar die „beste Leistung seit ich hier bin“. Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Teams lange, den Match in gewünschte Bahnen zu lenken. Valentin Mbarga hatte das 1:0 auf dem Fuss, verzog aber aus bester Position (62.).

Dann sorgte OB-Keeper Cenk Fidan zweimal dafür, dass den Gästen der Torschrei im Halse stecken blieb. Erst hielt er einen Foulpenalty von FCS-Topskorer Loïc Chatton (62.), dann verhinderte er mit einer Glanzparade gegen Leo Schrittwieser das „sichere“ 0:1 (75.). Im Gegenzug scheiterte dann Pascal Rietmann aus kurzer Distanz am Pfosten (76.).

Walker erhöhte in der Folge das Risiko und brachte mit Sidy Dieng eine zweite echte Spitze. Doch der Siegestreffer, der den Abstieg zumindest etwas hinausgezögert hätte, wollte dem Heimteam nicht gelingen. Stattdessen schloss Schrittwieser eine schöne Kombination in der 89. Minute doch noch mit dem 0:1 ab. 

„Da waren wir nicht konsequent“, ärgerte sich der OB-Trainer, in den letzten beiden Runden endlich die ersten Siege einfahren will. „Das Team soll die Saison wenigstens mit zwei positiven Resultaten beenden.“