Badminton

Schweizer Damen-Team darf weiter von den EM-Viertelfinals träumen

Die Schweizerinnen Sabrina Jaquet und Marion Gruber bejubeln ihren Doppelsieg gegen Schottland

Die Schweizerinnen Sabrina Jaquet und Marion Gruber bejubeln ihren Doppelsieg gegen Schottland

An den Badminton-Team-Europameisterschaften in der Basler St. Jakobshalle gewinnt das Schweizer Damen-Team das zweite Gruppenspiel gegen Schottland mit 3:2. Das Herren-Team hingegen hat nach der 2. Runde keine Chance mehr auf den Viertelfinal.

In der Basler St. Jakobshalle wurde es am Mittwochabend zum ersten Mal so richtig laut und emotional. Grund dafür war das Schweizer Damen-Team. In einem hart umkämpften Duell besiegten sie die Schottinnen mit 3:2 und wahrten so ihre Chancen auf die Viertelfinalqualifikation.

In einem emotionalen Doppel über drei Sätze holten die Schweizer Teamleaderin Sabrina Jaquet und die Baslerin Marion Gruber den entscheidenden Punkt zum Sieg über Schottland.

Ausgerechnet Jaquet, die in ihrem Einzel zum Auftakt der Begegnung zwei Mal eine komfortable Satzführung aus der Hand gegeben und so den frühen ersten Punkt vergeben hatte. «Wir haben heute dort Punkte geholt, wo wir sie nicht erwartet hatten und dafür habe ich einen Punkt verspielt», sagte Jaquet nach dem Sieg.

Rechenspielereien können beginnen

Über ihren vergebenen Punkt, der gar einen 4:1-Sieg ermöglicht hätte, mochte sie nicht hadern. «Das ist zwar schade, aber die Hauptsache ist der Sieg.» Damit dürfen die Schweizerinnen weiter von der Viertelfinalqualifikation träumen.

Dafür müssen aber mehrere Umstände passen: Erstens muss die Schweiz ihr abschliessendes Gruppenspiel gegen Belgien am Donnerstag ab 14 Uhr gewinnen, und das möglichst deutlich. Zweitens muss gleichzeitig Russland gegen Schottland gewinnen und drittens müssen die Schweizerinnen in der Endabrechnung unter den drei besten Gruppenzweiten sein.

Herren-Team ohne Viertelfinalchance

Das Herren-Team verliert auch das zweite Gruppenspiel und hat damit keine Chance mehr auf einen Viertelfinaleinzug. Gegen Bulgarien setzte es wie bereits zum Auftakt gegen Slowenien eine 1:4-Niederlage ab.

Erneut war es einzig das Doppel Anthony Dumartheray/Thomas Heiniger, das den Schweizern einen Punkt einspielen konnte. Auch Gilles Tripet, der am Dienstag noch krankheitshalber gefehlt hatte, konnte das Blatt nicht wenden und unterlag mit seinem Doppelpartner Florian Schmid in zwei Sätzen.

Damit geht es für das Herren-Team am Donnerstag im abschliessenden Gruppenspiel gegen Deutschland um 18 Uhr nur noch um einen möglichst versöhnlichen EM-Abschied.

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