Badminton

Schweizer Junior überzeugt bei EM in Basel

David Orteu, der beste Schweizer Junior an der U15-EM in Basel. Frischknecht

David Orteu, der beste Schweizer Junior an der U15-EM in Basel. Frischknecht

Parallel zur Team-EM der Elite spielen in Basel auch die besten U15-Junioren um den Europameistertitel. Im Gegensatz zu den älteren Eidgenossen konnte sich mit David Orteu ein Schweizer Junior für den Viertelfinal im Männer-Einzel qualifizieren.

Dieser Exploit ist keine Überraschung, belegte Orteu doch im Dezember letzten Jahres an einem der grössten Jugendturniere Europas im holländischen Hoensbroek den hervorragenden zweiten Platz. Auch sonst hat er 2013 an internationalen Turnieren regelmässig für Aufsehen gesorgt. «Ich bin mit meiner Leistung hier in Basel zufrieden», freut sich der 14-Jährige.

Bis in den Halbfinal hat es der Romand allerdings nicht geschafft. Er unterlag im Viertelfinal dem Tschechen Petr Beran mit 13:21 und 17:21. Enttäuscht ist der Schüler aber nicht. Auch seine Trainerin Bettina Villars freut sich für den jungen Sportler: «Man hat gesehen, dass er das Zeug hat, um Turniere zu gewinnen, aber ihm fehlt noch ein wenig die Stabilität und die konsequente Umsetzung der Taktik, um ganz vorne mitzuspielen.»

Gestern hatte Orteu vielleicht auch etwas mit der Nervosität zu kämpfen, so dass er glatt vergass, rechtzeitig zu seinem Viertelfinalspiel anzutreten. «Es ist schon speziell, auf dem Platz neben Weltklasse-Akteuren zu spielen. Zudem hatte es viele einheimische Zuschauer, aber nervös war ich dann vom ersten Ballwechsel an nicht mehr», meinte David Orteu.

Bereits im Männer-Doppel hatte es der Lausanner zusammen mit Julien Scheiwiller (Uzwil) bis in den Viertelfinal geschafft. Dort war allerdings gegen das tschechische Duo Beran/Louda Schluss. Dass er vor seinem Einzel-Viertelfinal gegen seinen Gegenspieler bereits einmal verloren hatte, beeinträchtigte Orteu mental nicht: «An das habe ich gar nicht gedacht.»

Andere Schweizer Spielerinnen und Spieler konnten an dieser Europameisterschaft nicht vorne mitmischen. Für Aline Müller (Bösingen), Jérémy Poy (Lausanne) und das Mixed-Duo Remo Votta (Wittenbach) und My-My Dang (T.U.S) war das Turnier bereits nach der dritten Runde vorzeitig beendet. Die Trainerin des U15-Nationalteams, Bettina Villars, ist mit der Vorstellung ihrer Schützlinge trotzdem zufrieden: «Ich habe keine Spiele gesehen, in denen die Spielerinnen und Spieler nicht auf ihrem Niveau gespielt haben. Es fehlt die Konstanz. Viele sind nah dran, doch das Niveau kann nicht gehalten werden. Der nächste Schritt wird sein, dass wir auch enge Spiele an internationalen Turnieren gewinnen», analysiert Villars.

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