Noch ist die Saison jung, doch in Arlesheim curlte schon das erste sportliche Highlight über das Eis. Seit zehn Jahren lockt der Swiss Cup Basel die europäischen Spitzenteams an das beliebte Turnier in der Schweiz. Insgesamt 32 Teams aus elf Nationen spielten um ein Preisgeld von insgesamt 43 200 Franken – mit dabei sogar der amtierende Weltmeister aus Norwegen mit Skip Thomas Ulsrud. Nebst den internationalen Gästen war die Schweiz mit elf Teams vertreten. Erstmals jedoch fehlten in Basel Vertreter aus Kanada.

Eine eindeutige Favoritenaufteilung war bei den gemeldeten Teilnehmern im Vorfeld nur schwer vorzunehmen, konnte das Feld doch grösstenteils schon auf internationale Erfolge zurückblicken. Aus Schweizer Sicht war sicherlich der Europameister Sven Michel aus Adelboden ein möglicher Kandidat. Jedoch setzte er sein Team auf diese Saison neu zusammen. Aber auch den Genfer WM-Dritten mit Skip Peter de Cruz war ein Podestplatz zuzutrauen.

Nur eine Überraschung in den Halbfinals

Nicht überraschend präsentierten sich die Halbfinalpaarungen: Das schottische Team um Tom Brewster spielte gegen die Schweden mit Skip Niklas Edin. In die zweite Paarung schaffte es das einzig verbliebene Schweizer Team mit Sven Michel gegen Norwegen, jedoch nicht erwartungsgemäss durch Ulsrud, sondern durch das Team von Thomas Løvold vertreten. Dank eines 6:4-Sieges qualifizierte sich das Schweizer Team für den Final und konnte gegen Schottland um die Siegesprämie von 14 000 Franken spielen.

Etwas verhalten starteten beide Teams vorsichtig zurückhaltend in die Finalbegegnung. Etwas offensiver wurde es erst im sechsten End, jedoch lagen die Schweizer zu diesem Zeitpunkt bereits 1:4 zurück. Die wenigen Chancen, die Schottland zuliess, konnte das Team um Michel nicht ausnutzen. Trotzdem hätten sich die Schweizer mit dem achten und letzten End beinahe noch ins Zusatzend retten können, doch Skip Brewster klärte mit seinem letzten Stein und sicherte sich und seinem Team den 5:2-Sieg.

Michel: «Sieg des Besseren»

«Das bessere Team hat gewonnen», bilanzierte Michel. Die Enttäuschung halte sich auch in Grenzen, sei dieser zweite Platz für das neu zusammengesetzte Team durchaus ein Erfolg. Der Fokus aber liege auf der EM-Qualifikation, die gegen das Genfer Team gespielt werden müsse. Bleibt zu hoffen, dass beim Women Masters in Arlesheim in einer Woche, wiederum ein Schweizer Team vorne mitspielen kann.