Judo

Sechster Platz an den Europameisterschaften für Reta Tschopp

Reta Tschopp (links) ist zufrieden.

Reta Tschopp (links) ist zufrieden.

Aus der Scweiz sind fünf Kata-Paare, darunter Reta Tschopp (JJJC Pratteln) und Ariane Wüthrich (Bern) auf die sonnige Mittelmeerinsel Malta gereist, wo in Cottonera die Kata-Europameisterschaften stattegunden haben.

Verletzungsbedingt fehlten die beiden Baselbieter Reto Dürrenberger und Dominik Brandt (Katame-no-kata). Das Swiss Kata Team wurde begleitet von Jean-Pierre Ryser und Gerry Tscherter, die an der EM auch als Katarichter eingesetzt wuden. Im Trainingslager in Fiesch waren eine Woche zuvor unter der Leitung von Meister Kazuhiro Mikami und seinem Trainerstab mit Nationaltrainer Jean-Pierre Ryser die letzten Korrekturen angebracht worden, um optimal auf diesen Grossanlass im Kata vorbereitet zu sein.

In praktisch allen Kategorien setzten sich auch dieses Jahr wieder die Favoriten durch. Die Kata-Grossnationen Italien, Spanien und Frankreich waren auf fast jedem Podest zu finden. Der Medaillenspiegel zeigte sich gegenüber der letztjährigen WM in Italien aber etwas breiter gestreut.

Tschopp/Wüthrich waren in der Kategorie der älteren Teilnehmer in der Kodokan Goshin Jitsu (Kata der modernen Selbstverteidigung) am Start. Italien und Spanien machten in allen drei Wettbewerben dieser Kategorie die Medaillen unter sich aus. Reta Tschopp und Ariane Wüthrich konnten ihre Kata-Vorführung ohne grosse Fehler durchziehen und erreichten mit dem sechsten Rang das untere europäische Mittelfeld.

Gegenüber den EM 2012 in Koper (Slowenien) steigerten sie sich aber von 486 auf 531 Punkte. Die beiden Schweizerinnen liessen mit diesem Resultat die (männlichen) Paare aus Finnland, Frankreich und Portugal, die an den letzten EM noch vor ihnen klassiert waren, in diesem Jahr hinter sich. Da der Durchschnitt der vergebenen Punkte etwas tiefer lag als 2012, ist das Abschneiden der Beiden deutlich höher zu werten als ihre letztjährige Darbietung. Auch optisch haben sich die beiden Kata-Frauenverbessert. Die Tatsache, dass sie erst seit 18 Monaten zusammen trainieren, lässt die Hoffnung aufkeimen, dass in Zukunft noch eine weitere Steigerung drin liegt.

«Wir konnten in Malta die Leistung abrufen, die wir derzeit drauf haben. Unser nächstes grosses Ziel ist die Weltmeisterschaft im Herbst in Kyoto. Wir sind voll motiviert und werden in den verbleibenden Monaten intensiv an unserer Kata arbeiten», sagt Tschopp. Es wäre wünschenswert, dassder JJJC Pratteln mit Tschopp in Japan, dem Ursprungsland des Judosports, an den WM vertreten wäre.

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