Basel
Seit 32 Jahren mit der «Joggelihalle» verbunden

Fast kein Grossereignis im St.Jakob findet ohne Christoph Socin statt. So auch der heute beginnende CSI Basel, das höchstdotierte Hallen-Springreitturnier Europas. Seit 32 Jahren organisiert der 58-jährige Basler Anlässe in der St.Jakobshalle.

Patrick Pensa
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Christoph Socin 24 Stunden vor Beginn des Turniers in der schon fast fertigen Arena des CSI Basel. pp

Christoph Socin 24 Stunden vor Beginn des Turniers in der schon fast fertigen Arena des CSI Basel. pp

Kurz vor Jahreswechsel ging das Top Volley über die Bühne. Mit OK-Präsident Christoph Socin. An Ostern erlebt Basel die Curling-Weltmeisterschaft. Mit Vize-Präsident Christoph Socin. Das Basellandschaftliche Kantonalschwingfest in Augusta Raurica verspricht im Juli ein Grossereignis zu werden. Mit OK-Präsident Christoph Socin. Und wer, denken Sie, ist beim CSI Basel, dem heute beginnenden weltweit höchstdotierten Hallen-Grand-Prix Vize-Präsident? Richtig.

Der 58-jährige Basler ist seit der ersten Austragung des CSI 2010 mit von der Partie. Dabei hatte er anfangs keine grosse Ahnung von Pferdesport, wie er offen zugibt. Heute weiss er aber ganz genau, was es braucht, damit sich Pferde, Reiter und Publikum – genau in dieser Reihenfolge – wohlfühlen. «Für mich kommt immer erst der Sport – und für die Reiter ihre Pferde. Ist das Pferd glücklich, kommen auch die Reiter gerne wieder nach Basel», sagt Socin. Und damit es den Edel-Sportgeräten gut geht, werden keine Kosten und Mühen gescheut. Es wurden Stallungen für insgesamt dreihundert Pferde erstellt. Diese werden rund um die Uhr von Securitas-Personal und Hundeführern bewacht.

Hochbetrieb 24 Stunden vor Beginn

Knapp 24 Stunden vor Beginn des Springturniers herrscht Hochbetrieb auf dem Gelände der St. Jakobshalle. Pferdetransporter und Lieferantenwagen wechseln sich ab. Mittendrin Christoph Socin. Obwohl sein Telefon im Dreiminuten-Takt klingelt, ist er die Ruhe selbst. «Wir sind sogar vor dem Zeitplan. Ich denke, dass es heute keine Nachtschicht geben wird.»

Der Chef Bauten, wie seine Funktion offiziell heisst, hat acht Ressortleiter unter sich, insgesamt arbeiten rund 150 Personen für den CSI. Vom Internetanschluss im Medienzentrum bis über die Bar im VIP-Bereich, die LED-Wand oder der ganze Sicherheitsbereich gehört alles in seinen Wirkungskreis. Bei der Organisation profitiert Socin von über Jahre gewachsenen Beziehungen. «Anders wäre solch ein Highend-Anlass gar nicht möglich», sagt der 58-Jährige, der seit 32 Jahren in der St.Jakobshalle Anlässe organisiert.

Die verschiedenen Events miteinander zu vergleichen, wäre schwierig. Das Publikum des CSI hätte ganz andere Ansprüche als die Besucher des Top Volley. Aber natürlich könne er von den verschiedenen Anlässen jeweils etwas mitnehmen. Von der Curling-WM verspricht er sich einiges, «outstanding» soll sie werden.

Für das Springturnier wurde der Hallenboden mit Folie ausgelegt, Gummiplatten verlegt und dann Sand verteilt, der angefeuchtet und gewalzt zehn Zentimeter dick ist. Insgesamt werden 800 Tonnen Sand benötigt. Dies sei nötig, um eine ideale Unterlage zu schaffen. Wenn die Pferde um die Ecken jagen, zeige sich, wie gut die Unterlage sei, so Socin. Trotz des Aufwands für die Unterlage beim CSI sei das Eis für die Curling-WM nochmals ein anderes Kaliber. Auf allen vier Bahnen die gleichen Top-Bedingungen zu bieten, sei eine knifflige Aufgabe.

Ausgebuchter VIP-Bereich

Seit dem 6.Januar ist Socin im Dauereinsatz. Am 17. ist der Spuk vorüber. Dabei hat der Basler eine Doppelfunktion. Ist er vorher und nachher vor allem Baumeister, ist er während des Turniers auch Repräsentant. Dann hält er sich mit den Sponsoren im White-Horse-Club auf oder empfängt Gäste. Für die 68 Tische gäbe es sogar eine Warteliste, nicht allen Kundenwünschen konnte entsprochen werden. Neben den wiederkehrenden Reitern, deren Pferde in Basel offensichtlich glücklich sind, ein weiteres positives Feedback, das zeigt, dass Christoph Socin mit seinem Team gute Arbeit leistet.