Nach acht Minuten wurde aus einer knappen Starwings-Führung ein Fünf-Punkte-Rückstand (17:22, 20:25). Und zwischen der 23. und 25. Minuten machten die Gäste aus einem 30:45 ein 38:45. Sonst aber dominierten die Baselbieter die Partie nach Belieben und lagen kurz vor Matchende, in der 37. Minute, mit 86:55 in Führung. Dass Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski in den letzten 200 Sekunden mit Severin Beltinger, Jonas Lutz und Alessandro Verga drei Akteure durchspielen liess, die sehr selten zum Einsatz gelangen, war in Anbetracht des klaren Skores richtig.

Der gegnerische Trainer schwärmt

Denn vorgängig hatte das amerikanische Quartett Kaylon Williams (12 Assists), Riley Luettgerodt (31 Punkte), Darell Vinson mit sagenhaften 19 Rebounds und A.J. Pacher (25 Punkte) bewiesen, dass sie – ein jeder auf seine Art – mitunter zum Besten gehören, was die Nationalliga A zu bieten hat. „Und sie sind absolute Teamplayer, sie ergänzen sich vorzüglich und sind erst noch spektakulär“, so SAM-Trainer Robbi Gubitosa voller Bewunderung nach Abpfiff.

Mit dieser Niederlage wurden die Tessiner definitiv in die Abstiegsrunde verbannt. Schade, weil die Luganesi starke Basisarbeit leisten, heuer aber unglaubliches Verletzungspech hatten und trotz sechs Ausländern, die zeitweise unter Vertrag standen, nur deren drei an diesem Wochenende zur Verfügung hatten.

Bereits am Freitagabend hatte das Birstaler Kombinat dem Leader Union Neuchâtel, das mit einem rund dreimal so hohen Budget operiert, alles abverlangt und erst in der Verlängerung verloren. Obwohl das Anfangsquintett in Neuenburg, wie gewöhnlich, durchspielte, war es nur 40 Stunden später erneut bereit, eine heikle Partie, in welcher die Luganesi um „Alles oder Nichts“ spielten, konzentriert und voller Spielfreude anzugehen. Nicht wenige Anhänger trauern, dass ein valabler 6. und 7. Mann fehlen. Ansonsten würden diese Starwings die „Grossen Vier“ (Neuchâtel, Genf, Lugano, Fribourg) wohl mehr als nur ärgern.


Telegramm
Starwings – SAM Massagno 90:67 (37:30)
Sporthalle Birsfelden. – 420 Zuschauer. – SR: Wirz/Emery/Pillet.
Starwings: Williams (11), Fuchs (5), Luettgerodt (31), Vinson (16), Pacher (25); Beltinger, Verga (2), Lutz; Malisanovic, Ngoah.
Massagno: Buggs (13), Brown (24), Rodriguez (6), Cain (11), Atcho (6): Grüninger (6), Bracelli, Appavou (1); Ishiodu.
Bemerkungen: Starwings komplett. Massagno ohne Nationalspieler Andjelkovic, Cafisi, Carutti (alle bis zum Saisonende verletzt) sowie den Topskorer Auston Calhoun (Todesfall in der Familie; ist in die USA zurückgekehrt). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 35. Buggs und 37. Atcho. – Viertelsresultate: 17:22, 20:8 (37:30); 21:14 (58:44) und 32:23 (90:67). – Fouls: Starwings 16, Massagno 24. – Zu den besten Spielern wurden Riley Luettgerodt und Tony Brown (ex-Captain der Starwings) gewählt.