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Seyfettin Kalayci ist die Konstante im steten Umbruch

Feste Grösse bei den Black Stars: Seyfettin Kalayci (links). Archiv/niz

Feste Grösse bei den Black Stars: Seyfettin Kalayci (links). Archiv/niz

Der Erstligist FC Black Stars fällt immer wieder durch grosse Kaderveränderungen auf. Die Ausnahme der Regel ist Spielmacher Seyfettin Kalayci. Mit 23 Jahren ist er zwar dienstältester der Schwarzsterne, doch er kann all dem nur Positives abgewinnen.

Die erste Mannschaft des FC Black Stars hat in den letzten vier Jahren eine rasante Entwicklung genommen. 2009 stieg sie in die 2. Liga inter und 2012 in die 1. Liga Classic auf. In der jetzigen Saison peilt sie sogar den Aufstieg in die 1. Liga Promotion an.

Gezielte Investition ins Spielerkader

Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf gezielte Investitionen der sportlichen Leitung in das Spielerkader. Dieses hat sich dadurch zwar kontinuierlich verbessert, aber auch permanent verändert. Seyfettin Kalayci, mit 23 Jahren bereits dienstältester Akteur der Schwarzsterne, ist so etwas wie die einzige Konstante in diesem steten Umbruch und kann all dem nur Positives abgewinnen: «Neue Spieler stärken den Konkurrenzkampf, und wenn du in jedem Training um deinen Platz kämpfen musst, dann macht dich das besser.»

Um seinen Stammplatz fürchten, musste sich Kalayci aber nie, unabhängig davon, welcher Spieler auf seiner Position verpflichtet wurde, oder welcher Trainer das Zepter in der Hand hielt. Warum dies so ist, das stellt der torgefährliche Spielmacher mit der Rückennummer 10 Woche für Woche mit starken Leistungen unter Beweis. So auch letzten Samstag, als er zwei Treffer zum 5:3-Heimsieg gegen den FC Schötz beisteuerte.

Buschweilerhof als zweites Zuhause

Es überrascht deshalb nicht, dass Kalayci, der abgesehen von einem einjährigen Abstecher zum FC Basel als 12-Jähriger stets für den Quartierverein die Schuhe schnürte, das Interesse anderer Klubs aus der ersten Liga geweckt hat. Ein Weggang vom Buschweilerhof, den er als «sein zweites Zuhause» bezeichnet, kommt für ihn aber nicht infrage: «Ich fühle mich sehr wohl bei den Black Stars, habe ein tolles Verhältnis mit Sportchef Peter Faé und komme gut mit der Mannschaft aus.» Diese beschreibt er als «so stark wie noch nie», sogar als «besser als die Old Boys», welche eine Liga höher spielen. Einzig, wenn ein Verein aus der Challenge League anklopfen würde, würde er «einen Wechsel in Erwägung ziehen». Bis anhin sei dies aber nicht geschehen.

Einziges Eigengewächs im Team

Aufgrund seines Talents und der Tatsache, dass er mittlerweile das einzige Eigengewächs im Fanionteam der Schwarzsterne ist, erfährt Kalayci eine besondere Wertschätzung. Er ist nicht nur Captain, sondern auch Mitglied des Mannschaftsrats. Zusammen mit Abwehrchef Wilson Cardoso sieht er sich denn auch in der Verantwortung für die Integration der neuen Spieler, wobei «Wili sich aufgrund seiner Dolmetscherqualitäten vor allem um die französisch sprechenden Neuverpflichtungen kümmert.»

Auf die Frage, wo er den FC Black Stars in naher Zukunft sieht, meint er: «Unser Ziel ist der Aufstieg und dann wäre es schön, wenn der Grossteil des jetzigen Kaders über eine längere Zeit zusammenbleiben würde und wir uns in der 1. Liga Promotion etablieren könnten. Denn mittlerweile haben wir die Qualität dafür.»

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