Eishockey

Sharks defensiv solid und offensiv effizienter als die Lions

Basels Matthias Rossi zwingt Marwin Leu in die Knie. Esposito

Basels Matthias Rossi zwingt Marwin Leu in die Knie. Esposito

Die NLB-Eishockeyaner der Basel Sharks setzen mit einem 3:0-Heimsieg gegen die GCK Lions ihre Siegesserie fort und stossen auf den 7. Rang vor.

Urban Leimbachers erster Saison-Shutout ist ein adäquates Spiegelbild für einen verdienten Sieg: Basel präsentierte sich nach der knapp zweiwöchigen Nationalmannschafts-Pause defensiv solid, mit einem sicheren Torhüter als Rückhalt, und steigerte sich nach verhaltenem Beginn auch in der Offensive. Einziger Mangel eines klaren und verdienten Sieges, des dritten in Folge: Die Sharks vergaben gegen einen nicht immer sicheren GCK-Hüter zu viele gute Chancen. Die Zürcher waren nur zwei Drittel lang ein Gegner auf Augenhöhe, danach zeigte die Leistungskurve des jungen ZSC-Lions-Farnteams klar abwärts.

Berner NLA-Sportchefs vor Ort

Unter den Augen der beiden Berner NLA-Sportchefs Sven Leuenberger (SCB) und Martin Steinegger (Biel) nahm das Spiel nach einer Phase des gegenseitigen Abtastens Fahrt auf. Für den Wind sorgte vor allem das Heimteam, das aggressiver ans Werk ging, aber bisweilen die Genauigkeit in den Pässen vermissen liess, vor allem in jener Region vor dem GCK-Tor. Basel schuf sich zwar ein Chancenplus, doch Tim Wolf im Zürcher Tor liess sich nicht bezwingen, auch nicht nach den vielen Abprallern, die zu oft keinen Abnehmer fanden. Basels Neuzugang und Debütant Sebastian Sutter – der 22-jährige Bündner aus den Reihen des EHC Biel unterschrieb einen Vertrag bis Ende der Saison 2014/2015 – fügte sich zwar nahtlos ins Team ein, setzte ein paar Akzente, doch auch ihm gelang der Knoten-lösende Führungstreffer nicht.

Daran änderte sich auch im Mitteldrittel wenig, die Sharks sündigten weiter im Abschluss, vor allem auch im Powerplay. Trotz besten Chancen fand der Puck den Weg ins Tor nicht. Und just in einer Phase, in der das Zusammenspiel durch leichtsinnige Einzelaktionen abgelöst zu werden schien, traf Marco Vogt nach exzellenter Vorarbeit von Julian Schmutz zum längst verdienten 1:0. Dieser Treffer schien die Basler zu beflügeln, trotz zwei haarsträubenden Fehlern im Powerplay – Leichtsinn an der blauen Linie führte zu zwei Kontern – brachte Biel-Leihgabe Anthony Rouiller mit einem satten Schuss sein Team mit zwei Toren in Führung. Noch Sekunden zuvor hatte er einen der beiden Konter mit einem Scheibenverlust eingeleitet, seinen Fehler dank schnellen Beinen und letztem Einsatz aber wieder ausgebügelt. Nicht nur mit der Verpflichtung von Rouiller scheint Headcoach Dino Stecher ein glückliches Händchen gehabt zu haben, auch der ebenso junge Zuger Florian Schmuckli zeigte eine solide Leistung und vorbildlichen Einsatz.

Zürcher bauen ab

Basel hatte auch im Schlussdrittel die besseren Chancen und war mit zunehmender Spieldauer definitiv auch das bessere Team. Während Basel zulegen konnte, bauten die ersatzgeschwächten Zürcher merklich ab. Arnolds Treffer im Powerplay zum 3:0 62 Sekunden vor Schluss war reine Zugabe, nachdem die Basler zuvor reihenweise beste Möglichkeiten vergeben hatten.

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