Eishockey
Sharks gelingt Comeback-Sieg

Die EHC Basel Sharks lagen in Olten nach einem Drittel 0:2 und später 1:3 zurück, doch ab der 35. Minute, gelang ihnen gegen einen passiv gewordenen EHC Olten eine grandiose Aufholjagd und ein 5:3-Sieg. Die Sharks sind bereit für die Playoffs.

Martin Merk
Merken
Drucken
Teilen
Stefan Voegele (Mitte) behauptet sich gegen Thomas Kropf im Tor des EHC Olten. Aeschbacher

Stefan Voegele (Mitte) behauptet sich gegen Thomas Kropf im Tor des EHC Olten. Aeschbacher

bz Basellandschaftliche Zeitung

Dem Captain Stefan Voegele gelangen dabei zwei Treffer.

Das Nordwestschweizer Duell begann eher fade, bis die Oltner nach fünf Minuten in Führung gingen. Der ehemalige Basel-Verteidiger Patrik Bloch schoss von rechts und der EHC-Torhüter Damiano Ciaccio wehrte den Puck ab, doch der Abpraller landete beim Oltner Topscorer Carsen Germyn, der Ciaccio sicher bezwang. Auch nach dem ersten Tor hatten die Solothurner die besseren Chancen und Philipp Wüst erhöhte in der 14. Minute auf 2:0. Ciaccio schien noch am Puck dran zu sein, konnte den Treffer aber nicht verhindern.

Basel erst im 2. Abschnitt wach

Erst im Mitteldrittel wurden die Basler Angriffe gefährlicher und die Spieler hartnäckiger. Zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Gäste ihre Chance zum Jubeln, als nach einem Weitschuss von Jewgeni Schirjajew der Puck ins Tor kullerte, doch der Schiedsrichter gab das Tor wegen eines Torraum-Offsides nicht. Zwei Minuten später klappte es bei einer Kontermöglichkeit doch noch: Voegele verkürzte im Alleingang zum 2:1. Die Freude bei den mitgereisten Fans wich aber bald der Ernüchterung, als Bloch in der 29. Minute mit einem Weitschuss den Zweitorevorsprung für Olten wiederherstellte.

Die Basler gaben jedoch nicht auf und ein EHC Olten, der sich zurückzuziehen schien, lud seinen Gegner quasi zur Aufholjagd ein.

In der 35. Minute konnten sich die Basler vor dem Tor von Thomas Kropf festsetzen und Schirjajew doch noch sein Tor erzielen. Dies war jedoch nur der Anfang. Drei Minuten und eine überstandene Zweiminutenstrafe später erzielte Pascal Wittwer mit einem Weitschuss gar den Ausgleichstreffer.

Im Schlussdrittel neu lanciert

Das Spiel wurde damit fürs Schlussdrittel nochmals neu lanciert und die Oltner setzten ihre Kräfte wieder mehr in die Offensive ein, doch die Basler hatten in der 46. Minute erneut Glück mit einem Treffer aus der Distanz. Mit einem Kunstschuss von der blauen Linie brachte der Verteidiger Daniele Marghitola die Gäste erstmals in Führung. Neun Minute vor Spielende stand erneut Marghitola im Mittelpunkt, diesmal, weil eine fragwürdige Strafe gegen ihn, dem EHC Olten neue Hoffnung brachte, doch Remo Hirt schoss bei der besten Tormöglichkeit über die Latte. Danach spielten die Basler mit den Oltnern teilweise Katz und Maus, doch Jonathan Roy, Thomas Keller und Jamie Wright vergaben beste Chancen in einer Phase, als dem Tabellenzweiten gar nichts zu gelingen schien.

Die Basler vermochten in der Schlussphase den Puck meistens zu halten und Voegele setzte mit einem Treffer ins leere Tor 34 Sekunden vor Spielende den Schlusspunkt.

Die Sharks haben damit zum dritten Mal in Folge den EHC Olten besiegen und somit nach den Niederlagen vom Wochenende eine Reaktion gezeigt. Zwar werden die beiden letzten Spiele an der Klassierung nur minim etwas ändern, da ohnehin nur die ersten drei Mannschaften ihren Viertelfinal-Gegner auswählen dürfen, doch der Tabellenzweite Olten wird sich nächste Woche gut überlegen, ob er sich in den Playoffs mit den Baslern anlegen möchte.