NLB-Eishockey
Sharks-Niederlage bei Leimbacher-Comeback

Die EHC Basel Sharks verloren auch ihr drittes Spiel der Woche. Bei der 3:6-Auswärtsniederlage gegen die GCK Lions gab der Stammtorhüter Urban Leimbacher sein Comeback.

Martin Merk
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Urban Leimbacher ist zurück. Archiv

Urban Leimbacher ist zurück. Archiv

Am Freitag war Sharks-Goalie Urban Leimbacher, sechs Wochen nach einer Fussverletzung, noch nicht einmal auf der Ersatzbank. Dafür stand er im Auswärtsspiel im zürcherischen Küsnacht für ein Comeback im Tor. Zu einem Sieg konnte er den Baslern aber trotz einem vielversprechenden Start nicht verhelfen.

Trainer Dany Gelinas hatte sich wohl mehr Impulse von der Rückkehr Leimbachers erhofft. Dies, nachdem sein Vertreter Dominic Nyffeler etwas müde wirkte von der vielen Abwehrarbeit. «Es war kein einfaches Spiel für Leimbacher gegen ein solches Team», sagte Gelinas. «Wir haben 17 Tore in drei Spielen kassiert. Das ist zu viel, wenn man ein Spiel gewinnen möchte. Wir haben zu viel Last auf die Schultern der Torhüter gedrückt.» Die Basler gingen gegen die Lions zu Beginn mit Vehemenz zu Werk. Nach mehreren Schüssen und etwas Nachstochern traf Jamie Wright in der 4. Minute zur Führung. Vier Minuten später war Leimbacher aber erstmals bezwungen. Nachdem er einen Schuss Baltisbergers noch abzuwehren vermochte, traf Remo Heitzmann im Nachschuss. Eine Minute vor Drittelsende brachte Gartmann die Gäste mit einem Weitschuss nochmals in Führung, doch nach dem Pausentee hiess es: «Wie gewonnen, so zerronnen.»

Die Zürcher kamen mit viel Energie aus der Kabine und deckten Leimbacher mit Schüssen förmlich ein. Nach 81 Sekunden glich Hentes aus der Distanz aus. Danach folgte ein Doppelschlag durch Eigenmann und Sulander. Die Basler schöpften mit drei Überzahlgelegenheiten neue Hoffnung; doch stattdessen traf Ness im Konterversuch mit seinem Sturmpartner Steven Widmer in Unterzahl. Immerhin vermochte Olivier Schäublin, der das Captain-Amt vom am Freitag zurückgetretenen Stefan Voegele für den Rest der Saison übernommen hat, in letzter Sekunde das Powerplay doch noch zu verwerten. Doch näher als auf zwei Tore kamen die Basler nicht mehr ran. Im letzten Drittel entluden sich phasenweise nur noch die Emotionen, als Schäublin seinen Gegenspieler Chris Baltisberger mit einer Tracht Prügel eindeckte. Doch die Zürcher quittierten die Aktion mit einem Powerplay-Tor Claudio Michelis zum 6:3-Endstand.

Damit sind die Basler nun hinter Martigny auf den achten Platz zurückgefallen. «Wir müssen uns nun auf die Abwehrarbeit konzentrieren. Die Jungs müssen verstehen, was es zu tun gibt, um der Mannschaft zu Siegen zu verhelfen», sagte Gelinas. «Es kommen zwei wichtige Spiele auf uns zu.» Am Dienstag zu Hause gegen Sierre und am Freitag auswärts gegen Thurgau treffen die Basler auf zwei weitere hinter ihnen klassierte Mannschaften.