Eishockey

Sharks-Talent Nicolai Gusset: Ein Goldfisch im Haifischbecken

Auf der Überholspur: Nicolai Gusset in seiner St.-Jakob-Arena. JBU

Auf der Überholspur: Nicolai Gusset in seiner St.-Jakob-Arena. JBU

Der Stadtbasler Nicolai Gusset gilt als einer der grössten Nachwuchstalente in den Reihen der Basel Sharks. Neben Raoul Seiler ist der 16-jährige Novize der einzige Nationalspieler des Vereins.

Die Worte schmeicheln. Als «unverzichtbare Grösse» bezeichnet Novizen-Trainer Oliver Sutter seinen Schützling. «Ausserdem ist er sowohl als Stürmer und Verteidiger einsetzbar», fügt Sutter weiter an. Neben Elite-Spieler Raoul Seiler ist Nicolai Gusset der einzige «Shark», der im Kreis der Schweizer Nationalmannschaft steht. Mit dem Lob des Trainers geht der Basler locker um und «will einfach nur Hockey spielen».

Asthma als Auslöser

Und das macht der 16-Jährige bereits seit 13 Jahren. Wegen Asthma wurde dem dreijährigen Nicolai damals zum Eiskunstlauf geraten - aufgrund der frischen Luft. Von da an blieb kein Stein auf dem anderen. «Eiskunstlauf bot mir schlicht zu wenig Action», sagt er schmunzelnd.

Nach der Hockeyschule wechselte er im Alter von Jahren zum EHC Olten. Dort blieb er sieben Jahre lang. «Bis heute hat mich diese Zeit am meisten geprägt, weil wir eine so erfolgreiche Mannschaft hatten», blickt der Montage-Elektriker zurück. Danach ging es für zwei Jahre zu den Sharks, dann – aus privaten Gründen – für zwei Jahre zu den Kloten Flyers, ehe er vor zwei Jahren wieder ans Rheinknie wechselte.

Koffer an Erfahrungen

Mit Elan und einem grossen Koffer an Erfahrungen. «Mir war klar, dass meine Zukunft in Basel liegt», macht der Wandervogel deutlich. Mittlerweile hat sich Gusset zu einem der grössten Nachwuchstalente der Sharks entwickelt. «Für die Zukunft traue ich ihm einiges zu. Er muss dafür noch mehr an seine Grenzen gehe und sich voll auf sich konzentrieren», weiss Sutter. Dessen ist sich Gusset mehr als bewusst und ordnet dem Eishockey alles unter. Ausserdem weiss er ,wo neben seinen Stärken – dem Spielverständnis und der Technik – auch die Schwachpunkte liegen. «Ich muss körperlich noch zulegen».

Körperliche Defizite

Vor allem in der Nationalmannschaft werden ihm die körperlichen Defizite (noch) zum Verhängnis. In der U16 ist er auf Pikett, der weitere Weg ist offen. «Mit dem Nationaltrainer habe ich keinen Kontakt, also weiss ich auch nicht, wie die derzeitige Lage ist.» In ein paar Länderspielen konnte Gusset sein Können bereits unter Beweis stellen. «Aber um wirklich auf sich aufmerksam zu machen, muss du etwas aussergewöhnliches zeigen», ist auch er sich bewusst. Bisher ist Gusset jedenfalls weiter als Pikett-Spieler dabei, und hofft, im Sommer fürs U17-Nati-Camp aufgeboten zu werden.

Basel im Kopf

Viel lieber hat Gusset aber seine Sharks im Kopf, wo er mit einem Bein bereits in der Elite-Mannschaft steht. «Er ist jetzt in einem Alter, wo der Grad schmal ist, oft entscheiden kleine Dinge», macht Sutter deutlich. Behält Gusset seien jetzige Marschroute bei, steht einer erfolgreichen Zukunft dennoch nichts im Weg. Und wer weiss: Vielleicht wird der Youngster auch in der Nationalmannschaft einst eine «unverzichtbare Grösse».

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