Eigentlich ist Simon Niepmann nach den Trials, wo die Schweizer Kaderathleten die Weichen für die Saison stellen, ganz zufrieden. Eigentlich. Mit dem vierten Platz in der Endabrechnung hat der Grenzacher einen starken Test-Wettkampf gezeigt. «Natürlich wurmt es mich ein bisschen, wenn nur wenige Sekunden zu einer noch besseren Platzierung gefehlt haben», weiss der 28-Jährige.

Schattendasein im Zweier

Die Folge der Klassierung kennt Niepmann bestens – alles bleibt beim Alten. Wie im Vorjahr wird der Athlet vom Seeclub Zürich mit Teamkollege Lucas Tramèr um Medaillen im Zweier ohne Steuermann rudern. In einer Kategorie, die hinter dem Doppelzweier mit den Schweizer Spitzenruderern Mario Gyr und Simon Schürch eher ein Schattendasein fristet. Niepmann sieht das differenzierter: «Das letzte Jahr hat mir enorm geholfen, um weitere Fortschritte zu machen». Als amtierende EM- und WM-Titelverteidiger mangelt es in den nächsten Monaten auch nicht an Zielen. Stichtag für den ersten Auftritt mit Lucas Tramèr ist der 17. Mai mit der Internationalen Regatta in Duisburg.

Olympia als Ziel

Im Hinterkopf bleiben für Niepmann aber weiterhin die Olympischen Spiele in Rio. Diesbezüglich ist noch alles offen: Stellt die Schweiz nur einen Doppelzweier? Oder wie in London auch einen Vierer? Um sich keine Gedanken über ein Olympia-Ticket zu machen, muss Niepmann bei den nächsten Trials im kommenden Jahr eines schaffen: Einen Platz unter den besten Zwei holen. Verläuft die Saison wie die Letzte, hat er dann eines auf sicher: viel Selbstvertrauen.