Gymnaestrada

Sie gehört zu den «Miss Gymnaestradas» der Schweiz

Die gelben Fallschirme gehören zu Bea Härings Grossraumvorführung.

Die gelben Fallschirme gehören zu Bea Härings Grossraumvorführung.

Zum sechsten Mal nimmt Bea Häring aus Aesch heuer an einer Gymnaestrada teil –sie ist der Quasi-General einer Schar von 1000 Turnerinnen und Turner

Sie können sich vorstellen, dass es zu und hergeht wie an Olympischen Spielen», freut sich Bea Häring auf die Gymnaestrada in Helsinki. Ihre sechste notabene. Freilich haust die Turnerschar am finnischen Meerbusen nicht in Doppelzimmern in einer Art «gymnaestradischen» Dorf, sondern zu Zwanzigst in Schulzimmern.

Und dafür heisst es auch noch 2500 Franken bezahlen. Das Erlebnis indes entschädigt für jeglichen, fehlenden Komfort. Vorab der Einmarsch ins Olympiastadion anlässlich der Eröffnungsfeier, an der viele der rund 4000 mitmachenden Schweizerinnen und Schweizern dabei sind, will sich Bea Häring keinesfalls entgehen lassen. «Entweder die Ambiance gefällt einem – dann kommt man immer wieder – oder sie gefällt einem nicht, dann lässt man es nach dem ersten Mal sein.»

Häring mag Grossanlässe

Der leidenschaftlichen und weitherum bekannten Turnerin aus Aesch, die lange als Technische Leiterin im Kanton wirkte, passt die Gymnaestrada. Überhaupt mag die 64-Jährige Grossanlässe. Am Eidgenössischen in Biel 2013 war sie mitverantwortlich für die finale Grossraumvorführung. Die kunterbunte Vielfalt von Eindrücken und Begegnungen mit Menschen jeglicher Couleur ist etwas, das Bea Häring liebt. An einer Gymnaestrada finden sich «von hochprofessionellen Truppen bis hin zu Formationen, die kaum über richtige Turnutensilien verfügen alles», sagt die Verdienstnadel-Trägerin des STV.

Die im kantonalen Sportamt für die Leiterausbildung im Erwachsenensport zuständige Powerfrau «kommandiert» in Helsinki mit ihrer Kollegin Brigitte Bienz eine rund 1000-köpfige Turnerschar. Die Grossraumvorführung der 35+ und 55+-Fraktion ist ihr «Rechaud». Im ersten Teil dieser gut halbstündigen Darbietung, die im Verlauf der «Spiele» dreimal dargeboten werden wird, werden gelbe Fallschirme eine Rolle spielen. Danach farbige Kübel und schliesslich bunte Terrabänder.

Mit Zuversicht nach Helsinki

«Fünf Mal», sagt Bea Häring, «habe man sich im Verlauf der letzten Monate als Gesamtgruppe in Bern, Olten, Moosseedorf und zuletzt am Kantonalturnfest in Dörflingen getroffen. Dass «finalement» alle 1000 Aktiven von 35 bis über 70 – darunter viele aus den beiden Basel – zur rechten Zeit am rechten Ort stehen und eine gute Pèrformance abliefern ist eine weitere Challenge, die die mit Leadergenen ausgerüstete Baselbieterin mag. «Bis jetzt habe es diesbezüglich an einer Gymnaestrada immer geklappt», sagt Bea Häring. Sie und das gesamte helvetische Leiterteam seien bemüht, den Infofluss so gut als möglich fliessen zu lassen. «Wir sind zuversichtlich, dass auch in Helsinki alles klappt.»

Wenn sie sich an den bislang unschönsten Moment ihrer Gymnaestrada-Karriere erinnert kommt Bea Häring der Auftritt vor einigen Jahren mit 120 Baselbietern und Baselbieterinnen in den Sinn, an dem null Publikum zugegen war. «Dabei hatten wir uns so intensiv auf diesen Auftritt vorbereitet und uns darauf gefreut.» Das könne am weltgrössten Turnfest jedoch vorkommen, weil eben «so viel gleichzeitig stattfindet.»

Top findet die Aescherin dagegen das «tüschle». Nach ein paar Tagen könne man die Schweizer Delegation unmöglich mehr erkennen, weil dieser und jene mit der und dem die angeschriebene Kleidung ausgetauscht haben. Sie selber, gesteht Häring, hänge «an den Sachen, welche die Delegation vom Ausrüster jeweils erhalte». Darum ist ihr Gymnaestrada-Abteil im Kleiderschrank voll mit «Suisse»-Produkten. Und so wie es tönt, wird die Kollektion 2015 im Fall von Bea Häring nicht die letzte sein.

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