Corona-Virus-Absage

Sie wären bereit gewesen: Black Stars, FCB U21 und Muttenz werden gebremst

FCB-U21-Trainer Arjan Peço kann mit seinem Team aktuell nicht spielen.

FCB-U21-Trainer Arjan Peço kann mit seinem Team aktuell nicht spielen.

In der Promotion League und in der 1. Liga hätte die zweite Saisonhälfte starten sollen. Doch dann kommt auch in den unteren Ligen wegen dem Corona-Virus die Absage.

Die Mitteilung kommt am späten Freitag Nachmittag. Der Schweizer Fussballverband sagt wegen dem Corona-Virus alle Spiele ab. Damit sind neben den Junioren und Amateur-Partien auch die Spiele der Promotion League und der 1. Liga betroffen. Der Verband nimmt den Vereinen die schwierige Entscheidung ab, ob ein Spiel durchführbar gewesen wäre. Die FCB U21 wollte ursprünglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen, die Black Stars und auch der SV Muttenz waren ebenfalls heiss. Doch dann kam die Absage. Wann wieder regulär gespielt werden kann, ist ungewiss. Die Vereine aber sind theoretisch jederzeit startklar.

Als Aufsteiger setzte sich der FC Black Stars in der Hinrunde in der Spitzengruppe der Promotion League fest. Dabei hatte der Quartierklub auch Glück, von Verletzungen und Sperren grösstenteils verschont geblieben zu sein. Um das Glück nicht überzustrapazieren, wurde das Kader im Hinblick auf die Rückrunde verbreitert. Mit Gabriel Di Noto, Kenan Heric und Goalie Dario Thürkauf fand im Winter deshalb ein Trio den Weg auf den Buschweilerhof, das im Nachwuchs des FC Basel das Fussball-ABC gelernt hatte.

«Ein, zwei Spieler fehlen uns aber noch», sagt Samir Tabakovic. Der Trainer bedauert, dass Topskorer Deny Gomes in den nächsten Monaten aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen bestenfalls sporadisch zum Einsatz kommen kann. Abgesehen davon ist Tabakovic mit dem Ist-Zustand seiner Equipe zufrieden. Der Tabellenfünfte will auch in der zweiten Saisonhälfte in den oberen Gefilden des Klassements bleiben, denn die ersten Sechs qualifizieren sich automatisch für den Schweizer Cup. In den ersten beiden Runden warten mit Bellinzona und Leader Yverdon gleich die beiden Teams mit dem höchsten Budget auf die Sterne.

Die FCB U21 hat viele Verluste, beklagt sich aber nicht

Auch die FCB U21 und ihr Trainer Arjan Peço hätte an diesem Wochenende nur zu gerne gespielt: «Es ist höchste Zeit, dass sich das Karussell wieder dreht», hatte Peço am Donnerstag gesagt. Doch da wusste er noch nicht, dass ihm das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung macht. So hat sich bisher nur das Spielerkarussell gedreht.

Orges Bunjaku hat sich in die 1. Mannschaft gespielt, während das Trio Konstantinos Dimitriou, Yves Kaiser und Julian von Moos fortan in der Challenge League Spielpraxis sammelt. «Als U21-Trainer ist es Teil des Jobs, eine Mannschaft zu führen, die ständig wechselt. Damit muss man konstruktiv umgehen», erklärt Peço. Sein Ziel für die Rückrunde ist eine Verbesserung in der Tabelle

Muttenz verliert den Goalie, will aber den Klassenerhalt

Eine Etage tiefer sind es nicht Tabellensprünge sondern Punkte, die der SV Muttenz primär anstrebt. Dort will man die 32-Punkte-Marke, die den Klassenerhalt garantieren sollte, möglichst schnell erreichen. «Alles andere ist Bonus», sagt Atilla Sahin. Der Sportchef des Aufsteigers hofft, dass seine Rotschwarzen die erforderlichen Zähler möglichst in der ersten Hälfte der Rückrunde holen.

Die Vorbereitung beim SVM verlief in geordneten Bahnen. Sieht man davon ab, dass Ersatzkeeper Niklas Lindenthal die Führung damit überraschte, eine Fussballpause einlegen zu wollen. «Das ist schade, denn Niklas ist ein Super-Typ», bedauert der Sportchef. Mit Lorenzo Salvia konnte aber ein regionales Talent als Ersatz verpflichtet werden. Dennoch hofft man in Muttenz, dass Stammgoalie Valentino Reist, dessen starke Leistungen ein wichtiger Faktor für das gute Abschneiden in der Vorrunde (Rang 7) waren, in den nächsten Monaten fit bleibt.

Zunächst hoffen aber alle drei Vereine gemeinsam, dass sie überhaupt wieder Pflichtspiele bestreiten dürfen.

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