Eishockey
Sieg gegen Schlusslicht: Basel setzt ein Zeichen zum richtigen Zeitpunkt

Die Basel Sharks besiegen das NLB-Schlusslicht aus Sierre ohne Mühe mit 5:1. Bereits nach 90 Sekunden traf Nando Wüthrich zum 1:0. Danach glich die Partie einem Schaulaufen, welche mit mehr Gradlinigkeit noch deutlicher hätte ausfallen können.

Martin Merk
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Endlich: Nach fünf Niederlagen können Basels Nando Wüthrich (l.) und Michaël Lochait wieder jubeln.

Endlich: Nach fünf Niederlagen können Basels Nando Wüthrich (l.) und Michaël Lochait wieder jubeln.

Für den hoffnungslos abgeschlagenen und vom Pleitegeier umkreisten HC Sierre war es bereits die zehnte Niederlage in Serie. Damit kamen die Basler zum erhofften Pflichtsieg, nachdem zuvor alle Spiele im neuen Jahr verloren gegangen waren und es zum Trainerwechsel von Dany Gelinas zu Interimstrainer Daniel Baur kam.

Sierre trat zwar mit zwanzig Spielern an, zahlreiche Akteure hatten den finanziell gebeutelten Club aber zuvor verlassen und wurden durch Junioren und Erstliga-Spieler ersetzt, womit den Wallisern nur noch zwei NLB-taugliche Linien zur Verfügung standen. Gestern wurde zudem der Verteidiger Maksims Sirokovs, der Bruder des lettischen Nationalstürmers Aleksejs Sirokovs vom Kantonsrivalen Red Ice Martigny, erstmals eingesetzt. Bei den Sharks spielte der von Thurgau übernommene Andreas Küng in der ersten Sturmreihe an der Seite von Jamie Wright und Eric Arnold, während Kim Scheidegger in der Abwehr sein Comeback gab.

Für die Musik sorgten von Beginn an die Basler. Nach 84 Sekunden tauchte Jonathan Roy erstmals vor dem Sierre-Torhüter Silas Matthys auf und scheiterte mit seinem Solo. Sechs Sekunden später war der Ärger aber bereits verflogen, als ein Abwehrfehler die Scheibe zu Nando Wüthrich brachte, der dann mit einem Weitschuss die frühe Führung erzielte. Das Heimteam gab weiter Gas. Vier Minuten später traf Dario Gartmann mit einem Schuss aus spitzem Winkel und wiederum drei Minuten später erzielte Roy bei der ersten Überzahl-Gelegenheit den ersten Powerplay-Treffer für sein Team. Damit war das Spiel schon früh vorentschieden.

Bei Spielmitte verkürzte der vom Erstligisten Lyss geholte Pascal Leist für die Walliser, doch die Partie glich über weite Strecken weiter einem Schaulaufen für die Gastgeber. Arnold vor der zweiten Pause und Michaël Loichat kurz danach, erhöhten auf eine beruhigende 5:1-Führung. Mit einer besseren Toreffizienz, etwas mehr Gradlinigkeit und weniger Verspieltheit, hätte das Resultat gar noch höher ausfallen können.

Im Dreikampf um einen Playoff-Platz war es ein wichtiger Sieg. Falls die Basler auch morgen Sonntag (17 Uhr) auswärts in Martigny gewinnen, wären sie wieder über dem Strich. Red Ice Martigny verlor den anderen Strichkampf gegen die GCK Lions 3:5 und steht gegen die punktgleichen Basler ebenfalls gehörig unter Druck. Eine Woche später steht dann mit dem Auswärtsspiel in Visp am Freitag und dem Heimspiel gegen die GCK Lions am Sonntag ein weiteres wegweisendes Wochenende an.