Am Schluss konnte Sandro Strübin lachen und wie seine Mannschaftskollegen feiern. Eine enge Partie war's, aber keine hochklassige. Und Strübin, der linke Flügelspieler mit einer Vergangenheit bei Suhr Aarau (2005 bis 2010) war einer der Besten.

Solide spielte er in der Defensive, Zusammen mit Aufbauer Mischa Hofstetter am konstantesten in der Offensive. Sechs Treffer steuerte er bei (wie Hofstetter), wobei er zwei Mal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich war. Von «einem typischen Abstiegsrundenspiel» sprach er, obschon es für den RTV nach wie vor darum geht, die Finalrunde der besten sechs doch noch zu erreichen.

Trotz des Sieges war die Leistung der Basler durchzogen. Vor allem in der ersten Hälfte war von einer Deckung wenig zu sehen. «Wir liessen Pascal im Stich», sagte Strübin und meinte damit Torhüter Stauber. Bis zur 20. Minute hielt der Nationaltorhüter einen einzigen Ball, bis er entnervt den Platz Nicholas Statchwell überliess.

Wende nach der Pause

Der Fehler wurde erkannt und die Konsequenzen wurden gezogen. Stauber kehrte zurück. Das Abwehrzentrum hielt nun zusammen und die verantwortlichen Spieler machten nun die Räume eng. Und nun hielt Stauber Bald um Ball. Mit neun Paraden, davon ein parierter Siebenmeter, gehörte er zu den Schlüsselfiguren für den Umschwung. Denn dieser war nötig gewesen, nachdem das Heimteam zwischen der 18. und 23. Minute vom 10:10 zu einem 14:10 davongezogen war und mit einem 16:15 in die Pause gegangen war. Dank vier Treffern in Folge vom 18:17 zum 21:17 und wenig später einer 23:18-Führung konnten die Basler eine frühe Vorentscheidung herbeiführen.

Typisch für die Qualität der Partie aber war's, dass dieses Polster gut zehn Minuten später wieder verspielt war (25:24). «Wir hatten anfänglich Mühe, uns gegen die offensive Deckung mit den beiden vorgestellten Akteuren umzustellen», analysierte Strübin. Doch die Basler fingen sich und waren in der Endphase erneut die dominierende Equipe. Strübin atmete wie alle seine Teamkollegen auf: «Weil die Aarauer ohne Spielertrainer Björn Navarin auskommen mussten, waren sie unberechenbar, doch wie konnten mit diesem Faktor schlussendlich angemessen umgehen.» Zwei wichtige Punkte konnten sich die Basler notieren lassen.