Schweizer Cup

Sieg nach Verlängerung: Jonas Omlin hext den FCB in einem irren Spiel in die nächste Runde

Jonas Omlin rettet den FCB gegen Lausanne mehrmals.

Jonas Omlin rettet den FCB gegen Lausanne mehrmals.

Der FC Basel gewinnt gegen Lausanne dank starkem Goalie nach Verlängerung mit 3:2 und steht im Cup-Halbfinale. Vom Gegner gibt es Anerkennung für Jonas Omlin.

Es läuft die 116. Minute, als Jonas Omlin zum fünften Mal in diesem Spiel eine Glanzparade auspackt. Diesmal scheitert Lausanne-Stürmer Anthony Koura am überragend aufgelegten FCB-Goalie. Es wäre das 3:3 gewesen. Ein Penaltyschiessen hätte durchaus zu diesem irren Cupfight im Stade Olympique gepasst. Doch weil Omlin wie schon zuvor gegen Dan Ndoye (78. und 80.) und Christian Schneuwly (87. und 113.) je zweimal sensationell pariert, steht am Ende der Titelverteidiger aus Basel im Cuphalbfinal und der starke Leader der Challenge League aus Lausanne scheidet aus.

«Es war gut, nach einer so langen Pause mal wieder ein paar Schüsse aufs Tor zu bekommen», sagt Matchwinner Omlin nach dem Spiel und grinst bis über beide Backen. Einer seiner Gegner findet kurz darauf die passenderen Worte. «Jonas Omlin hat ein unfassbares Spiel gemacht und gezeigt, dass er auch woanders spielen kann», sagt Schneuwly. Auch dessen Trainer Giorgio Contini erkennt treffend: «Omlin hat Basel heute im Spiel gehalten.»

Die Bilder zum Spiel:

 In den ersten 50 Minuten gibt es für die exakt 300 Personen, die das erste Corona-Geisterspiel auf Schweizer Boden im Stadion in Lausanne mitverfolgen dürfen, kein Spektakel zu sehen. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, den FCB-Sturmtank Arthur Cabral mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 1:0 einläutet. Nach 94 Tagen Fussballpause für den FCB werden die Abstandsregeln beim anschliessenden Torjubel aber mal völlig ad acta gelegt. Omar Alderete wird von Cabral Huckepack genommen und herzt den Torschützen mit beiden Armen. Kurz darauf ist auch der Rest der Mannschaft Teil der rotblauen Jubeltraube. Als Cabral dann in der 67. Minute nach einer Ecke per Kopf auf 2:0 für den FCB stellt, scheint das Spiel gegessen. Doch der FCB hat die Rechnung ohne das sich aufbäumende Lausanne gemacht. «Wir haben kurz aufgehört Fussball zu spielen und wurden dafür bestraft», bilanziert Omlin.

Offener Schlagabtausch in der Verlänergung

Lausanne, das im Cup mit Lugano (3:0) und Xamax (6:0) bereits zwei höher klassierte Teams aus dem Wettbewerb schoss, gibt nicht auf und nutzt den Freiraum, den es plötzlich bekommt. Erst trifft Andi Zeqiri nach einem Corner zum 1:2, nur eine Minute später steht es nach dem Kopfballtor von Joel Geissmann plötzlich 2:2. Und Omlin muss den FCB anschliessend in die Verlängerung retten.

Dort liefern sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Dreimal hat Lausanne die Chance auf das 3:2, dreimal der FCB. Mit dem vierten FCB-Abschluss fällt dann der entscheidende Treffer. Silvan Widmer verlängert eine Hereingabe von Samuele Campo in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der Verlängerung ins Netz. Wieder ist der Favorit vorne, wieder gibt Lausanne nicht auf. Es stemmt sich gegen die Niederlage, nach der gelbroten Karte für Noah Loosli auch in Unterzahl. Doch gegen Hexer Jonas Omlin ist kein Kraut gewachsen.

Die Noten zum Spiel:

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