Mit dem fünften Heimsieg in Folge verteidigten die Basler den siebten Rang gegen ihren direkten Verfolger und rücken näher ans Mittelfeld.

Es war wohl nicht das beste Spiel, das sich die Macher eines Bezahlsenders als Spiel der Woche der National League B auserkoren hatten. Lange Zeit gab es für die wenigen Fans, die einheimisches Eishockey-Handwerk dem internationalen Auftritt des FC Basel vorgezogen hatten, wenig zu sehen.

Die Mannschaften zeigten sich diszipliniert und gönnten sich wenig Spielraum. Das Startdrittel blieb ohne Tor und Strafe. Jonathan Roy hatte noch die besten Möglichkeiten, doch flitzten seine beiden Schüsse ans Gehäuse vorbei. Oft wussten sich die Spieler auf beiden Seiten nur mit Distanzschüssen zu helfen.

Dann begannen die Walliser aber, sich Feldvorteile zu verschaffen und gingen in der 24. Minute in Führung.

Es war eine Situation wie viele. Die Spieler versuchten vors Tor zu kommen und für Verkehr zu sorgen. Als der Lette Aleksejs Sirokovs nachstocherte, klappte es dann auch.

Die Basler hatten lange Mühe, wieder ins Spiel zurückzufinden. Doch als im letzten Drittel noch keine Minute gespielt war, hatten auch die «Haie» das Glück auf ihrer Seite.

Mit einem Weitschuss von der blauen Linie war Jamie Wright erfolgreich und liess sich zum 1:1-Ausgleichstreffer bejubeln. Je länger das Spiel dauerte, desto hartnäckiger und erfolgreicher wirkten die Basler und wurden zum Schluss für ihre Bemühungen belohnt. In der Verlängerung traf Michaël Loichat auf Vorlage von Roy zum dritten Sieg im dritten Spiel gegen die Walliser.

Höhener verstärkt Abwehr

Neben dem Eis gab es für Trainer Dany Gelinas weniger gute News. Während vorne Marvin Frunz sein Comeback gab, herrscht in der Defensive ein Lazarett. Rajan Sataric fiel am Sonntag mit einem Fingerbruch aus und fehlt wie auch Kim Scheidegger für vier Wochen. Dazu verspürt Dan Weisskopf Schmerzen am operierten Bein.

Damit die Basler überhaupt drei Verteidiger-Paare hatten, liehen sie für unbestimmte Zeit Martin Höhener mittels B-Lizenz vom SC Bern aus.

Der einstige Olympia-Teilnehmer steckt in einer verkorksten Saison. In Bern nach der Rückkehr der NHL-Verteidiger Mark Streit und Roman Josi überzählig geworden, wurde er im Oktober an Ambrì-Piotta ausgeliehen, zog sich aber im zweiten Spiel eine Hirnerschütterung zu. Nun gab er nach neun Wochen Pause sein Comeback und soll in Basel zu Spielpraxis gelangen.

Telegramm:
EHC Basel Sharks - Red Ice Martigny 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.
St. Jakob-Arena - 1008 Zuschauer. - SR: Fischer, Jetzer/Schüpbach. - Tore: 24. Sirokovs (Ulmer, Dähler) 0:1. 41. (40:58) Wright (Arnold, Wittwer) 1:1. 63. Loichat (Roy) 2:1. - Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Basel, 1-mal 2 Minuten gegen Martigny.
Basel: Nyffeler; Schäublin, Pienitz; Höhener, Snell; Heinis, Wüthrich; Voegele, Roy, Wright; Loichat, Schirjajew, Arnold; Wittwer, Dario Gartmann, Frunz; Gfeller, Theodoridis, Scherwey; Gerber, Boss.
Martigny: Todeschini; Flückiger, Ryser; Sutter, Iglesias; Vermeille, Stephan; Spolidoro, Maret; MacMurchy, Portmann, Wirz; Ulmer, Sirokovs, Dähler; Grezet, Siritsa, Rimann; Bartlome, Diem, Depraz.
Basel ohne Sandro Gartmann, Leimbacher, Sataric, Scheidegger und Weisskopf (alle verletzt). Martigny ohne Girardin, Malgin und Posse (alle verletzt). - 35. Pfostenschuss Rimann. - Voegele im letzten Drittel verletzt ausgeschieden.