Frauenhandball

Sieg und Niederlage im Unentschieden

Die vierfache Basler Torschützin Christina Schulz (links) wird beim Abschluss stark bedrängt.  Junkov

Die vierfache Basler Torschützin Christina Schulz (links) wird beim Abschluss stark bedrängt. Junkov

Nach dem 32:32 gegen Herzogenbuchsee steht Basel Regio vor dem Aufstieg Handball

«Schade, zwei Punkte wären drin gelegen. Aber andererseits hilft das Unentschieden natürlich vor allem uns weiter», zog Basel Regio-Trainer Thomas Mathys nach dem 32:32 gegen Herzogenbuchsee Bilanz.

Die Partie in der Auf-/Abstiegsrunde zur Swiss Premium League vom Sonntag im Rankhof zeigte, dass sich eine Punkteteilung manchmal wie ein Sieg und gleichzeitig wie eine Niederlage anfühlen kann.

Dank dem Unentschieden liegen die Baslerinnen vier Spiele vor Saisonende weiterhin (und wahrscheinlich uneinholbar) sechs Punkte vor den Buchserinnen auf einem Aufstiegsplatz. Der Champagner darf langsam aber sicher gekühlt werden.

So weit zu den Glücksgefühlen – wie eine Niederlage fühlte sich das Ergebnis an, weil Basel die bessere Mannschaft stellte und zwei Punkte verdient gehabt hätte. Bereits in der ersten Hälfte lag eine Vorentscheidung zugunsten des Heimteams in der Luft.

Beim Stand von 16:12 kassierte Herzogenbuchsee eine Strafe und die Baslerinnen durften die letzten zwei Minuten in Überzahl bestreiten. Anstelle einer klaren Führung mussten sie aber mit einem knappen 16:15 in die Pause.

«Da hätten wir den Sack eigentlich zumachen müssen. Aber in solchen Situationen merkt man halt unsere mangelnde Erfahrung», meinte Mathys. Trotz der verpassten Gelegenheit brach Basel aber in der zweiten Hälfte nicht ein und konnte den Vorsprung bis kurz vor Schluss halten.

Verstärkungen gesucht

Ein Sonderlob gebührte dabei Seraina Hochstrasser, welche die gegnerische Topskorerin Margrit Felegyi vollkommen abmeldete und daneben noch vier Tore beisteuerte. Sie und ihre Juniorennationalmannschafts-Kolleginnen Aline und Stephanie Mathys (welche am Sonntag die Hälfte aller Basler Tore besorgten) hat Trainer Mathys wohl im Kopf, wenn er sagt:

«Wir haben definitiv die eine oder andere Perle in unserer Mannschaft.» Dass es dazu aber noch zwei, drei Diamanten braucht, um in der obersten Liga zu bestehen, ist auch dem Coach bewusst.

«Mit diesem Team hätten wir oben keine Chance», sagt er entwaffnend ehrlich, «deshalb werden wir uns im Falle eines Aufstiegs verstärken müssen.» Dabei sind offenbar auch Spielerinnen von Herzogenbuchsee auf der Wunschliste. Vorerst gilt es aber die sperrangelweit geöffnete Aufstiegs-Türe noch zu durchschreiten – am besten gleich übernächstes Wochenende mit zwei Punkten gegen den Topfavoriten aus Uster.

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