Spieler-Analyse

Silvan Widmer nach dem 2:2 gegen Servette: «Die Beine sind schwer, aber das darf kein Alibi sein»

Silvan Widmer

Silvan Widmer

FCB-Rechtsverteidiger Silvan Widmer versucht, die Ergebnis-Krise in der Liga zu erklären und verspricht, dass der FCB in der Tabelle noch Punkte aufholen wird.

Silvan Widmer, wie sehr trauern Sie Ihrer vergebenen Kopfballchance in der Nachspielzeit noch nach?

Silvan Widmer: Hätte ich den gemacht, würden wir uns jetzt in den Armen liegen. Deswegen übernehme ich die Verantwortung für die zwei verlorenen Punkte. Den muss ich machen.

Wenn Sie gegen Thun und Servette gewonnen hätten, hätte Basel gleich viele Punkte wie YB und St. Gallen.

Das tut weh. Das tut sehr weh. Wir müssen aber gar nicht rechnen, was gewesen wäre wenn. Wir haben in den Liga eine schwierige Phase. Wir investieren viel, aber wir können wenig Zählbares mitnehmen. Auch heute hatten wir das Spiel eine Stunde lang im Griff. Dann lassen wir den Gegner noch einmal aufkommen. Das tut weh. Es wäre wie letzte Woche mehr drin gewesen.

Kann der FCB so noch Meister werden?

Wir geben nicht auf. Wir müssen zusammenrücken. Wir sind der FCB und wir werden wieder zurückkommen.

Wie schwer waren die Beine nach dem Zypern-Match?

Schon schwer, das müssen wir nicht leugnen. Auch wegen der Reiserei. Aber es macht uns auch stolz, dass wir die Schweiz international vertreten. Deswegen darf das kein Alibi sein.

Wo sind die Gründe für die zwei unterschiedlichen Halbzeiten zu suchen?

In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz und konnten von hinten aufbauen. In der zweiten Halbzeit stand Servette dann höher und hat uns das Leben schwer gemacht. Wir hatten aber Konterchancen. Wenn wir die ein bisschen besser ausspielen, machen wir noch das ein oder andere Tor mehr. Dann würden wir jetzt mit drei Punkten dastehen.

Am Ende gab es einen Disput mit einigen Fans. Wie haben Sie die Beschimpfungen erlebt?

Das war kein Disput. Ich bin sehr dankbar, dass die Kurve hinter uns steht. Sie haben gesehen, dass wir gekämpft haben. Sie sind enttäuscht, wir sind enttäuscht. Wir liegen in der Liga zurück, das ist man hier nicht gewöhnt. Aber wir haben noch genug Zeit. Wir lassen den Kopf nicht hängen und werden sicher wieder aufholen. 

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