Sport-Champions
Simon Niepmann beerbt Roger Federer als Basler Sportler des Jahres

Ruderer Simon Niepmann löst Roger Federer als Sportler des Jahres ab. Katrin Leumann gewinnt in der Kategorie der Frauen. Und die Mannen des FCB werden zum vierten Mal in Serie als bestes Team geehrt.

Dean Fuss und Jonas Burch
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Die Sieger der Basler Sport-Champions
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Simon Niepmann hat gut lachen.
Der FC Basel war 2013 der siebtbeste Verein weltweit.
Katrin Leumann biegt auf die Erfolgsstrasse ein.

Die Sieger der Basler Sport-Champions

bs.ch/Juri Weiss

Der Basler Sportler des Jahres 2013 ist ... nein, ausnahmsweise nicht Roger Federer. Seit dem Jahr 2000 war die ehemalige Weltnummer 1 im Tennis insgesamt zwölf Mal mit diesem Titel ausgezeichnet worden. Durchbrochen worden war diese Serie einzig im Jahr 2004 von Marcel Fischer - nach dessen Olympiagold im Fechtturnier in Athen.

Entsprechend überrascht zeigten sich die geladenen Gäste bei der Veranstaltung Basler Sport Champions 2013 in der St. Jakobshalle. Soeben hatte Laudator Paul Castle - eine Kommentatoren-Koryphäe im Rudersport - den Basler Sportler des Jahres 2013 verkündet: Simon Niepmann. Der 28-Jährige gewann im vergangenen August WM-Gold im Zweier ohne Steuermann.

Weil seine Eltern im nahen Grenzach (D) wohnen, entschied sich der Sohn einer Schweizerin aus Niederdorf und eines Deutschen schon als Junior für einen Wechsel zum Ruder-Club Basel. Niepmann war auch Teil des leichten Vierers, der an den Olympischen Spielen 2012 in London den 5. Platz erreichte. Dass sein Name nun auf einer Siegerkanne zusammen mit Roger Federer steht, liess Niepmann nicht kalt: «Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Kanne anschaue. Da kommt fast nur Federer vor und ich bewege mich noch lange nicht in seinen Sphären.»

Als Basler Sportlerin des Jahres 2013 wurde die Mountainbikerin Katrin Leumann ausgezeichnet. Die 31-jährige Baslerin gewann im Juli ihren insgesamt vierten SchweizerMeister-Titel. Zudem holte sich Leumann an der EM im vergangenen Jahr den 5. Platz. Um sich voll auf das Ziel Rio 2016 konzentrieren zu können, hat sie Anfang 2013 ihren Beruf als Kindergärtnerin niedergelegt und ist seither als Vollprofi unterwegs. Sowohl Niepmann als auch Leumann sind Teil des kantonalen Förderprogramms «Team Basel 4Olympia» für Rio 2016.

FCB ist das Team des Jahres

Keine Überraschung gab es bei der Auszeichnung für das Basler Team des Jahres 2013: Wie auch in den drei Jahren zuvor geht der Preis an den FC Basel. Die Leistungen von 2013 mit dem Meistertitel und dem Vorstoss bis in den Halbfinal der Europa League sprechen für sich.

Den Preis nahmen stellvertretend für die komplette Mannschaft Captain Marco Streller und Vize-Präsident Adrian Knup von Richard Wherlock entgegen. Der Laudator, Ballettdirektor des Theater Basel, outete sich dabei als Fussballfan und zeigte diverse Parallelen zum Ballett auf. Streller schloss trotzdem aus, zum grossen Ballett-Tänzer zu werden. «Aber wer weiss, vielleicht ist das ja etwas für meine Tochter», fügte er lachend an.

Die Nachwuchspreise gingen an den Sprinter Silvan Wicki, die Judoka Alina Lengweiler und das Juniorinnenteam der Fechtgesellschaft Basel.