Volleyball
Sm’Aesch kommt nicht in Fahrt: Klare Niederlage gegen Schaffhausen

Die NLA-Frauen kassieren zu Hause eine deutliche Dreisatz-Niederlage gegen Kanti Schaffhausen. Dabei liessen es die Baselbieterinnen vor allem an der nötigen Konstanz vermissen.

Paul Ulli
Merken
Drucken
Teilen
Impressionen vom Heimspiel
7 Bilder
Sm'Aesch im Angriff.
Kerley Becker beim Smash.
Viel Einsatz aber wenig Lohn für Selene Hänggi.
Lisa Gysin holt sich den Ball.
Lena Sacher punktet nach gelungener Täuschung von Lisa Gysin.
Vergeblich: Lena Sacher kommt nicht mehr an den Ball.

Impressionen vom Heimspiel

Martin Toengi

Nach der unnötigen Heimniederlage vom vergangenen Wochenende gegen Aufsteiger FC Luzern, war der gestrige Gegner nicht wirklich einer, der die angeknackte Moral der Baselbieterinnen hätte stärken können. Kanti Schaffhausen reiste mit der Referenz von drei Spielen und neun Punkten in die Löhrenackerhalle nach Aesch. Und die mit sechs Ausländerinnen angetretenen Ostschweizerinnen gaben bereits im ersten Satz den Tarif durch.

Mangelhafte Verteidigung

Vor allem die 182cm grosse Deutsche Ann-Christine Quade und ihre Landsfrau Barbara Wezorke wussten mit ihren harten Angriffsbällen zu überzeugen. Dies allerdings vor allem auch deshalb, weil die Blockarbeit und die Feldverteidigung beim Heimteam äusserst mangelhaft waren.

Ganz anders bei den Munotstädterinnen. Da stand mit Melanie Pauli die Nationalmannschaftslibera auf dem Feld, die (fast) immer zur Stelle war, wenn der Block für einmal überspielt worden war. Zwar kam Sm’Aesch Pfeffingen dank einem Zwischenspurt in der Schlussphase nochmals bis auf 19:20 heran, doch die Tschechin Lucie Radvalova hatte mit ihren entscheidenden Punkten die richtige Antwort parat.

Keine Konstanz gefunden

Wie sehr das Spiel der sehr jungen Sm’Aesch-Mannschaft von Hoch und Tiefs geprägt war, bewies der zweite Durchgang. Auf einen Dreipunktevorsprung gleich zu Beginn folgte postwendend ein Rückstand in gleicher Form.

Auch in der satzentscheidenden Phase patzten die Spielerinnen von Trainer Alessandro Lodi. Zwar konnte sich Lisa Gysin offensiv endlich besser in Szene setzen, sodass zwischenzeitlich ein hoffnungsvoller Spielstand von 22:21 für das Birstaler Kombinat an der Anzeigetafel aufleuchtete.

Doch just in diesem Moment kam es wieder zu schier unglaublichen Missverständnissen und die favorisierten Gegnerinnen schaukelten auch diesen Satz nach drei Fehlern von Lena Sacher glücklich nach Hause. Nach diesem 0:2-Rückstand und dem weiterhin viel zu fehlerhaften Spiel der Gastgeberinnen hatte das Team von Trainer Dirk Gross im dritten Satz leichtes Spiel.

«Klappt nicht alles nach Wunsch»

Die Ex-Sm’Aesch-Angreiferin Laura Sirucek konnte ihre Position als Topskorerin weiter festigen und überwand den gegnerischen Block meist relativ leicht und auch das eingewechselte Nachwuchstalent Elena Steinemann (19) kam noch zu einigen Punkten.

Das unterlegene Heimteam praktiziert derzeit ein «Treten an Ort». In jeder Partie sind die gleichen Fehler auszumachen, welche bislang nicht ausgemerzt werden konnten. Auch Sm’Aesch-Präsident Werner Schmid ist nicht wirklich erfreut über das bisherige Abschneiden seines Teams: «Sicher kann man vieles noch besser machen, doch irgendwie klappt noch nicht alles nach Wunsch.»