Volleyball
Sm’Aesch Pfeffingen blieb im Supercup-Finale gegen das grosse Volero ohne Chance

Volero Zürich gewinnt den Supercup in Fribourg erwartungsgemäss mit 3:0-Sätzen. Aber die Baselbieterinnen konnten spielerisch gegen die hoch favorisierten Zürcherinnen dennoch überzeugen.

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Maja Storck, von Sm'Aesch Pfeffingen, beim Aufschlag.

Maja Storck, von Sm'Aesch Pfeffingen, beim Aufschlag.

Uwe Zinke

Grosser Bahnhof in der St. Leonhard-Halle in Fribourg für die beiden besten Schweizer Volleyball-Frauenteams der letzten Saison. Mit einem grossen Programm wurden Volero Zürich und Sm’Aesch Pfeffingen von Swiss Volley und den Sponsorenfirmen vor der Partie begrüsst und vorgestellt. Und diese Champions League angehauchte Präsentation schien die Aussenseiterinnen aus dem Baselbiet sichtlich zu beflügeln.

Mit der stark aufspielenden neuen holländischen Passeuse Tess von Piekartz punkteten Geburtstagskind Maja Storck (18), Barbara Duarte und Anu Ennok bis zum Spielstand von 24:24 gegen die Ausnahmekönnerinnen Olesia Rykhliuk, Dobrina Rabadzhieva und Topskorerin Ekaterina Orlova ohne grossen Respekt mit.

Die Mannschaft von Head-Coach Zoran Terzic konnte diesen sehr ausgeglichenen Startsatz letztendlich nur dank zwei unglücklichen Missverständnissen in den Reihen von Sm’Aesch knapp noch zu seinen Gunsten entscheiden. Im zweiten Satz fanden dann auch die leicht angeschlagene Laura Künzler und Neuzugang Monika Smitalova besser ins Spiel, doch auch Volero, mit den beiden serbischen Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Rio de Janeiro, Bojana Zivkovic und Silvija Popovic, wurden ihrer Reputation immer mehr gerecht und nutzten jede kleine Unsicherheit bei Sm’Aesch Pfeffingen konsequent aus.

Fehlende Automatismen bei Sm‘Aesch Pfeffingen

In diesem Durchgang zeigte sich, dass die Abstimmung beim Team von Cheftrainer Timo Lippuner noch nicht optimal ist: «Monika Smitalova trainiert erst seit einer Woche mit uns und unsere fünf Schweizer Nationalspielerinnen waren ebenfalls bis vor zwei Wochen in den EM-Qualifikationspielen engagiert. Doch der gute erste Satz macht sicher auch den Spielerinnen Mut. Wir sind auf gutem Weg», lautete sein Fazit auf der Heimreise.

Im dritten Satz hatte dann das Sm’Aesch Team ein völlig neues Gesicht. Neben Storck, Künzler und Capitaine Duarte standen mit Zuspielerin von Piekartz, Ralitsa Vasileva (BUL), Smitalova (SVK) und Libera Alexandra Lorenz (CH) gleich vier Neuzugänge auf dem Platz. Und auch sie konnten in vielen Phasen dem Favoriten Paroli bieten (5:5, 13:12, 23:21). Doch am Ende des Spiels leuchtete wie meistens in den Partien gegen Volero Zürich ein 3:0 zu Gunsten der Zürcherinnen von der Resultattafel.

Volero Zürich – Sm’Aesch Pfeffingen 3 : 0

Sätze: 26:24, 25:15, 25:21

St. Léonard. – 850 Zuschauer. – SR Sanapo/Huguet

Volero: Zivkovic, Schottroff, Orlova, Rykhliuk, Rabadzhieva, Andrade Costa, Unternährer, Popovic (Libera); Almeida De Sousa, Malkova, Lengweiler, Carcaces.

Sm’Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Duarte, Smitalova, Storck, Ennok, Künzler, Deprati (Libera); Sulser, Vasileva, Lorenz (Libera), Wenger.

Bemerkungen: Volero ohne Mammadova (verletzt), Akinradewo und Karadayi (überzählig). Sm’Aesch Pfeffingen ohne Matter (verletzt).

Als beste Spielerinnen wurden Silvija Popovic und Maja Storck ausgezeichnet.