Volleyball
Sm’Aesch Pfeffingen holt in Aadorf zwei Punkte

Dank dem knappen 3:2-Sieg auswärts beim NLB-Meister Aadorf können die Baselbieterinnen den Ligaerhalt nun aus eigener Kraft schaffen. Die Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen konnten sich im Vergleich zum 0:3 bei Toggenburg vom Sonntag steigern.

Paul Ulli
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Sm’Aeschs Brasilianerin Kerley Becker beim Smash.Archiv/Zinke

Sm’Aeschs Brasilianerin Kerley Becker beim Smash.Archiv/Zinke

Nach der inakzeptablen Leistung und der damit verbundenen klaren 0:3-Niederlage gegen Volley Toggenburg vom Sonntag, gab es in den Reihen von Sm’Aesch Pfeffingen einiges zu besprechen. Nicht nur in sportlicher Hinsicht. Hätten die Spielerinnen die Partie gegen den NLA-Letzten nämlich gewonnen, wäre der Ligaerhalt bereits in trockenen Tüchern gewesen und die Akteurinnen, welche ihre Ferien schon gebucht hatten, hätten die Reise auch antreten können.

«Jetzt stehen wir vor einer völlig neuen und sicher auch unerwarteten Situation. Wir brauchen aus den letzten drei Spielen mindestens noch drei Punkte, damit wir auch im nächsten Jahr in der NLA mitspielen können», sagte vor der ungemein wichtigen Partie in Aadorf Sm’Aesch-Präsident Werner Schmid.

Reaktion nach miserablem Sonntagsspiel

Soviel zum Ungemach für die Sm’Aesch-Volleyballerinnen in Sachen Ferien. Doch auch auf dem Feld musste dringend eine Reaktion auf die praktisch vom ganzen Team gezeigte, miserable Leistung erfolgen. Gefordert waren in erster Linie die US-Profis Caithlyn Donahue am Pass und Kayla Neto als Diagonalangreiferin. «Doch auch von Routiniers wie Capitain Laura Tschopp und Kerley Becker darf und muss man einfach erwarten. Es kann nicht sein, dass unsere Libera Selene Hänggi die beste Spielerin der Mannschaft ist», sagte Trainer Timo Lippuner vor dem Spiel.

Gut ins Spiel gefunden

Und die Gäste aus dem Baselbiet fanden gut in dieses wichtige Spiel und holten sich den ersten Satz relativ problemlos. Doch nach dieser Satzführung war die ganze Sicherheit mit einem Schlag weg und die ehemalige Topskorerin Kayla Neto zeigte einmal mehr eine desaströse Leistung und der NLB-Meister holte sich die beiden nächsten Sätze.

«In dieser Phase kam die Heimstärke in der engen und kleinen Halle zum Tragen», sagte Lippuner nach dem harten Kampf. Es war dann Laura Tschopp, welche mit ihrer klar gesteigerten Leistung und ihrer Körpersprache ihr Team wieder wachrüttelte und den so wichtigen 4. Satz für Sm’Aesch entscheiden konnte. Im Tie-Break liess dann das Birstaler Kombinat nichts mehr anbrennen und gewann dieses deutlich mit 15:6. «Jetzt haben wir am Samstag in Glarus gegen Glaronia einen ‹Penalty› und können aus eigener Kraft die Klasse halten», sagte ein ziemlich geschaffter, aber glücklicher Coach nach dem nervenaufreibenden Spiel.