Volleyball
Sm’Aesch-Präsident Werner Schmid reisst allmählich der Geduldsfaden

Die Luft beim NLA-Volleyballteam von Sm’Aesch Pfeffingen wird immer dicker. Nach den zuletzt blamablen Auftritten in der Meisterschaft und dem Cup-Aus gegen Düdingen nahm Klub-Präsident Werner Schmid seine Spielerinnen in die Pflicht.

Jonas Burch, Paul Ulli
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Jetzt müssen Punkte her: Präsident Werner Schmid erwartet von seinen Spielerinen (Kayla Neto,rechts) eine Reaktion.

Jetzt müssen Punkte her: Präsident Werner Schmid erwartet von seinen Spielerinen (Kayla Neto,rechts) eine Reaktion.

Juri Junkov/Fotograf

Dicke Luft beim NLA-Volleyballteam von Sm’Aesch Pfeffingen. Nach den zuletzt blamablen Auftritten in der Meisterschaft und dem Cup-Aus gegen Düdingen nahm Klub-Präsident Werner Schmid seine Spielerinnen in die Pflicht. In einer eigens einberufenen Krisensitzung fand Schmid deutliche Worte. «Ich bin unglaublich enttäuscht von dieser Mannschaft. Gegen Düdingen wäre ich am liebsten im Boden versunken.»

Schmid fordert gegen Cheseaux einen Sieg

Mit nur sieben Punkten aus neun Partien liegen die Baselbieterinnen derzeit auf dem 7. Platz. Die Finalrunden-Qualifikation gerät immer mehr ausser Reichweite. Auch der Trainerwechsel vom Duo Alessandro Lodi und Nik Buser zu Timo Lippuner hat noch nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Im Gegenteil. «Die Leistungen sind schlechter als zuvor. Also kann nicht alles an den Trainern gelegen haben», sagt Schmid weiter. Für die kommende Doppelrunde am Wochenende, mit dem Auswärtsspiel in Cheseaux und dem Heimauftritt am Sonntag gegen Köniz, erwartet Schmid eine Reaktion. «Gegen Cheseaux muss zwingend ein Sieg her. Schliesslich habe auch ich den Wunsch der Spielerinnen erfüllt und einen neuen Trainer verpflichtet». Über mögliche Folgen bei einer Niederlage gibt sich der Reinacher Garagist bedeckt. Gut möglich aber, dass dann die bezahlten US-Profis mit der schwächelnden Passeuse Caitlyn Donahue ihre Koffer wieder packen dürften.

Keine Einstellung und Disziplin

Was dem Team seit längerem fehlt, ist Professionalität und Disziplin. Bereits unter Jana Surikova beklagte sich die Mannschaft über den autoritären Führungsstil, auch bei Lodi/Buser waren die zwischenmenschlichen Differenzen der Trennungsgrund. «Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie auch kritikfähig sein muss. In der Arbeitswelt kann ich wegen kleinsten Spannungen auch nicht alles hinwerfen», macht Schmid deutlich. Die Wut und der Frust des Präsidenten und Geldgebers sind verständlich. Schliesslich verursachen solche Trainer- und Spielerwechsel nicht nur einen erheblichen Mehraufwand, sondern auch hohe Unkosten.