Volleyball
Sm'Aesch steigert sich, verliert aber auch zweites Playoff-Spiel gegen Volero

Im zweiten Spiel der Playoff-Finalserie verliert Sm’Aesch Pfeffingen bei Volero Zürich mit 1:3-Sätzen. Die Baselbieterinnen traten aber deutlich stärker auf, als noch im ersten Vergleich. Daraus resultierte auch der Achtungserfolg eines Satzgewinns.

Paul Ulli
Drucken
Teilen
Aufschlag von Sm'Aesch Pfeffigen.

Aufschlag von Sm'Aesch Pfeffigen.

Patrick Crameri

Sm’Aesch Pfeffingen Head-Coach hatte den Fans nach der klaren 0:3-Heinniederlage für die zweite Partie eine Steigerung versprochen. Und dieses Versprechen lösten seine Spielerinnen in Zürich ein.

Doch bis es in dieser zweiten Finalpartei soweit war, lagen die Baselbieterinnen mit 0:2-Sätzen in Rückstand. Doch dann folgte der dritte Satz, welcher aufzeigte, dass Sm’Aesch Pfeffingen nicht zufällig in dieser Finalissima um den Schweizer Meistertitel steht.

Nach der 8:7-Führung, der erstmaligen in diesem Spiel, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Unter der Regie von Capitaine und Topskorerin Kerley Becker steigerten sich ihre Teamkolleginnen zeitweise in einen wahren Spielrausch und liessen die haushohen Favoritinnen ein ums andere Mal ziemlich schlecht aussehen.

Wieder als Team überzeugt

Die vorgenommenen Wechsel, wie Stepanova für Storck oder Matter für die unglücklich kämpfende Barbara Duarte, zeigten Wirkung. Die erst 19-jährige Madlaina Matter spielte nicht nur frech auf, sondern hatte am Ende der Partie sogar das beste Plus-Minus-Ergebnis auf ihrem Blatt stehen und die Lettin Jekatarina Stepanova zeigte nach ihrem spielerischen Tief endlich wieder ihr wahres Können und schloss die Angriffe konsequent und erfolgreich ab.

Fazit dieser positiven Energien war, dass auf der Anzeigetafel ein 17:12-Vorsprung für die Gäste aus Aesch aufleuchtete. Volero-Trainer Avital Selinger hatte bei seinen Time-Outs einiges am Spiel seines Starensembles zu kritisieren.

Die Folge seiner deutlichen Worte war eine Aufholjagd, vor allem dank einigen unglaublichen Punkten der Amerikanerin Foluke Akinradewa, bis zum Spielstand von 24:24. Doch dann kam der grosse Auftritt von Routinier Becker (29), welche die zwei entscheidenden Punkte zum schon fast sensationellen Satzgewinn abgebrüht im gegnerischen Feld unterbrachte. Der Jubel bei den Gästen war danach fast so gross, wie bei einem Titelgewinn.

Viel Selbstvertrauen getankt

Dank diesem ersten Satzgewinn gegen die Zürcherinnen in dieser Saison spielte Sm’Aesch Pfeffingen in der Folge eine Klasse besser und vor allem abgeklärter. Die starke Laura Künzler und eine jetzt wieder überzeugende Brasilianerin Barbara Duarte trugen mit ihren starken Angriffsaktionen einiges zum knappen Spielverlauf im vierten Satz (5:5, 8:7, 18:16) bei.

Doch am Schluss liessen Natalya Mammadova, Julia Podskalnaya und Krista Vansant nichts mehr anbrennen und machten trotz der ausgezeichneten Abwehrarbeit von Sm’Aesch-Libara Thays Deprati die zum 3:1-Sieg notwendigen Punkte.

Und wer weiss, wenn die Baselbieterinnen am Mittwoch in der dritten Partie (19.30, Im Birch, Oerlikon) von Beginn an so aufspielen, wie im dritten und vierten Satz, liegt ein weiterer Satzgewinn oder etwas mehr absolut im Bereich des Möglichen.

Volero Zürich – Sm’Aesch Pfeffingen 3:1

Sätze: 25:16, 25:18, 24:26, 25:20

Im Birch. – 350 Zuschauer. – SR Tschrischnig/Pfister

Volero: Zivkovic, Rykhliuk, Popovic (Libera), Granvorka, Akinradewo, Unternährer, Mammadova; Antonijevic, Lengweiler, Podskalnaya, Vansant, Hagglund (Libera).

Sm’Aesch Pfeffingen: Becker, Maggioni, Künzler, Deprati (Libera), B. Duarte, Storck, Ennok; Matter, M. Duarte, Stepanova, Sacher, Leu (Libera).

Bemerkungen: Volero ohne Barakova, Orlova und Rabadzhieva (überzählig). Sm’Aesch ohne Koch (verletzt).

Aktuelle Nachrichten