Volleyball
Sm’Aesch zeigte am Wochenende zwei Gesichter

Die Birstalerinnen holen aus der Doppelrunde nur zwei Punkte. Diese realisierten sie mit einem hauchdünnen Sieg gegen TSV Düdingen. Gegen Angstgegner Franches Montagnes setzte es dagegen eine 0:3-Niderlage ab.

Paul Ulli
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Fliegende Abwehr: Die Birstalerinnen Sandra Senn und Nadine Alphonse (Nr. 6 und 12) steigen hoch.Junkov

Fliegende Abwehr: Die Birstalerinnen Sandra Senn und Nadine Alphonse (Nr. 6 und 12) steigen hoch.Junkov

In der ersten Partie dieses Doppelspielwochenendes waren die Volleyballfans gespannt, wie stark wohl der TSV Düdingen ist. Hatten die Fribourgerinnen doch vor einer Woche nach einer sensationellen 2:0-Satzführung gegen Serienmeister Volero Zürich denkbar knapp im Tiebreak noch verloren. Doch die Gäste mussten ihr Können im ersten Satz überhaupt nicht zeigen. Sm’Aesch Pfeffingen zeigte sich nämlich in Geberlaune und schenkte Düdingen den ersten Satz mit einer absolut desolaten Leistung.

Sieben Annahme-, vier Servicefehler und eine Blockarbeit, die überhaupt nicht stattfand, waren die Ursachen für den 21:25-Satzverlust: «Irgendwie wollten wir zu viel und machten in unserer Übermotiviertheit schon fast peinliche Fehler» sagte Capitaine Laura Tschopp nach dem Spiel. Doch wie von Geisterhand agierten die Spielerinnen von Head-Coach Jana Surikova im zweiten Durchgang so, wie man es von einem Team, das in die Playoffs will, erwarten darf. Ein einziger Eigenfehler, acht dank jetzt ausgezeichneter Blockabwehr gewonnene Punkte und eine Martina Frankova in treffsicherer Angriffslaune brachten den Satzausgleich.

Nach der Pause liess das BirstalerKombinat weiterhin keine Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel beherrschte. Bei Düdingen hatte sich nämlich Mittelangreiferin Andrea Lakovic am Fuss verletzt und konnte vorläufig nicht mehr mitspielen. Dieser Ausfall wog für das Gästeteam zu schwer, musste doch die im bisherigen Meisterschaftsverlauf überragende US-Amerikanerin Tara Müller wegen einer gegen Volero geholten Verletzung schon vor Spielbeginn passen.

Steigende Fehlerquote in Satz vier

Alles schien auf einen doch noch klaren Heimsieg für Sm’Aesch hinzuweisen. Doch eine steigende Fehlerquote brachte die Baselbieterinnen im vierten Satz völlig unnötig in Rücklage (11:16). Zwar sorgten die sich steigernden Joana Winter und Kerley Becker mit ihren erfolgreichen Angriffen für den 18:18-Gleichstand, doch die kämpferischen Gäste holten sich überraschend den Satzausgleich und damit zumindest einen Punktgewinn. Das Tiebreak musste entscheiden, welche Mannschaft sich zwei Punkte gutschreiben lassen konnte. Nach einem 0:3-Rückstand schien alles für Düdingen zu laufen, doch Laura Tschopp rüttelte ihre Teamkolleginnen nochmals auf und avancierte nach einer insgesamt starken Leistung zur eigentlichen Matchwinnerin.

Niederlage gegen Franches

In der gestrigen, vorgezogenen Partie traf Sm'Aesch auf Angstgegner Franches Montagnes. Diesen hatte man vor zwei Wochen auswärts überraschend gleich mit 3:0 abgefertigt. Die Revanche gelang den Gästen mit dem gleichen Resultat. Das grosse Problem von Sm'Aesch in diesem Spiel war, dass man in jedem Satz einen Vorsprung von bis zu drei Punkten immer gegen Schluss preisgab und damit den Gästen das Siegen relativ leicht machte.