Volleyball
Sm’Aesch zieht in den Cup-Halbfinal ein

Volley Köniz kann sich nicht für die Meisterschaftsniederlage revanchieren und verliert mit 2:3 Sätzen gegen die Aescher Frauen.

Paul Ulli
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Ein hartes Stück Arbeit: Sm’Aeschs Laura Tschopp gibt bei ihrem Schmetterball vollsten Einsatz.

Ein hartes Stück Arbeit: Sm’Aeschs Laura Tschopp gibt bei ihrem Schmetterball vollsten Einsatz.

«Das ist Volleyball, vor allem bei den Frauen» hatte Laura Sirucek das Meisterschaftsspiel vom Vortag gegen den gleichen Gegner analysiert und damit die riesigen Schwankungen, vor allem im Spiel ihrer Mannschaft, angesprochen. Wichtig waren am Schluss die für die Finalrunde wichtigen zwei Punkte und das gewonnene Selbstvertrauen für die Cup-Partie. Und dieses war im ersten Satz vor allem bei der von Voléro Zürich temporär zurückgekehrten Diagonalangreiferin Sirucek spürbar.

Nachdem Sm’Aesch-Trainerin Jana Surikova beim Spielstand von 12:15 die glücklose Passeuse Stephanie Bannwart durch Dominica Jarotta ersetzt hatte, kam die grosse Zeit der 21-jährigen Schönenwerderin. Mit vier schönen Punkten brachte sie das Heimteam nicht nur wieder heran, sondern auch gleich auf die Siegerstrasse des Startsatzes. Beim ersten Satzball für Sm’Aesch versagten dann der bislang besten Köniz-Angreiferin Anika Schulz die Nerven und ihr Schmetterball blieb im Netz hängen.

Hart umkämpfter zweiter Satz

Auch der zweite Satz verlief hart umkämpft. Die Gäste aus der Berner Vorortgemeinde blieben vor allem dank ihrer grossartig verteidigenden Libera Maria Bertelli im Spiel. In der Endphase dieses Satzes waren es dann die routinierte Antonia Polyakova (Ukraine) sowie die beiden US-Amerikanerinnen Sabel Moffet und Dominique Olowolafe welche hauptsächlich für den letztlich verdienten Satzausgleich verantwortlich waren.

Nach der Pause machte dann Sm’Aesch mächtig Dampf. Sm’Aesch-Libera Nadine Jenny steigerte sich enorm und brachte die Deutsche Schulz und ihre Teamkolleginnen mit ihrer Abwehrkünsten fast zur Verzweiflung. Gleichzeitig punktete jetzt auch Sm’Aeschs brasilianische Mittelangreiferin Izabela De Oliveira regelmässig, sodass die Satzführung für das Birstaler Kombinat die logische Folge davon war. Doch die Bernerinnen gaben sich noch längst nicht geschlagen und drehten im vierten Satz nochmals auf. Das Gästeteam von Headcoach Jürgen Schreier lag jetzt immer ganz leicht in Front und holte sich den Satzausgleich. So kam es wie schon am Vorabend zum Tiebreak.

Spannender Endspurt

Auch in diesem wogte dieses ausgeglichene Spiel hin und her. Einen 2:5-Rückstand hatten die Baselbieterinnen schon fast wieder aufgeholt, als Kerley Becker mit ihren insgesamt sechsten (!) Servicefehler den Gegner wieder stark machte und für eine Vorentscheidung zuungunsten ihrer Equipe zu sorgen schien (5:9). Doch die Sm’Aesch-Spielerinnen bäumten sich in einem unglaublichen und ultraspannenden Endspurt nochmals auf und zogen unter grossem Jubel des fanatisch mitgehenden Publikums in den Cup-Halbfinal ein. Becker ärgerte sich nach dem Spiel am meisten über sich und ihre Fehlerquote beim Anspiel: «Ich bin glücklich, dass es trotz meinen Black-Outs gereicht hat. Jetzt will ich ins Finale, egal wie der Gegner im Semifinal heisst!»