Bittere Tatsache in der Weihnachtszeit: Sm’Aesch Pfeffingen verpasste nach der 1:3-Niederlage in Neuchâtel die Finalrunde um einen Satz. Bei einem Satzgewinn mehr hätte man bei der zu erwartenden klaren Niederlage von Direktkonkurrent Franches Montagnes beim Serienmeister Volero das erklärte Saisonziel noch erreichen können. Dass diese mitentscheidende Partie in Zürich am Tag zuvor nicht hatte stattfinden können, wurde nach Abklärung einiger Details immer obskurer und behält einen faden Nachgeschmack. Zuerst fiel das Licht in der Halle Im Birch aus. Als dieses endlich wieder funktionierte, konnten nicht alle Turnhallentrennwände hochgezogen werden. Sämtliche Versuche des Heimteams, dieses Spiel in irgendeiner Form trotzdem noch durchführen zu können, wurden von den Gästen abgeblockt.

Fakt ist aber, dass dieses Spiel nach der am Tag danach erlittenen Niederlage der Baselbieterinnen (bei einem 2:3 hätte Franches auch einen Punktgewinn gebraucht) gar nicht mehr gespielt werden musste. Sm’Aesch um Trainerin Jana Surikova muss die Saison also in der unattraktiven Abstiegsrunde beenden, am Samstag wartet das erste Match in Düdingen um 17 Uhr. Einen Lichtblick allerdings gibt es für die Spielerinnen doch noch. Am Sonntag steht der Cup-Viertelfinal auf dem Programm – ausgerechnet auswärts gegen Franches Montagnes (17 Uhr, Les Breuleux).

Auch die ihre erste Saison für das Birstaler Kombinat absolvierende Ex-Bielerin Sandra Senn (27) ist enttäuscht und hofft trotzdem auf weitere erfolgreiche Spiele.

Warum hat es Ihrer Meinung nach nicht geklappt mit dem Einzug in die Finalrunde?

Sandra Senn: Wir waren zu Beginn der Saison einfach zu inkonstant. Einem deutlichen Auswärtserfolg gegen Franches Montagnes folgte wenige Tage später zu Hause gegen den gleichen Gegner eine 0:3-Klatsche. Ein weiterer Umstand ist, dass einige Spielerinnen bis zum Punktestand von zwanzig gut und locker spielen, dann aber plötzlich Nerven zeigen. Ich spiele jeden Punkt genau gleich, egal ob der Spielstand 0:0 oder 21:21 lautet. Von Glück und Pech will ich im Volleyball nicht reden. In einem ganzen Match gibt es das nämlich nicht, höchstens mal bei einigen Punkten.

Was müsste aus Ihrer Sicht anders gemacht werden, um die hohen Ziele der Vereinsleitung erreichen zu können?

Solange die Spielerinnen nicht mindestens Teilzeitprofis sind, können wir mit den Vollprofis anderer Klubs nicht mithalten. Diese haben viel mehr Training, aber demzufolge auch bessere Regenerationsmöglichkeiten. Ich arbeite zu 100 Prozent im Spital in Liestal. Dazu noch Training und Spiele. Da liegt einfach nicht mehr drin.

Wie geht es jetzt bei Sm’Aesch weiter. Die Enttäuschung bei der Mannschaft und Präsident Werner Schmid war ob der verpassten Finalrunde doch riesig?

Das Ziel muss ganz klar sein, diese Abstiegsrunde ohne Niederlage zu spielen. Auch ein Einzug in den Cupfinal könnte die Enttäuschung über die verpatzte Meisterschaft etwas lindern. Sicher kommen jetzt auch die jungen Spielerinnen zu mehr Einsatzzeit, was für die Zukunft natürlich auch sehr wichtig sein kann.