Der Schock nach dem erfolgreichen Europacup-Spiel gegen Hapoel Kfar Saba vom vergangenen Mittwoch sass zwar tief, doch nach der Entwarnung betreffend der Verletzung von Maja Storck setzten sich die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen in Schaffhausen problemlos durch. Was war passiert?

Bereits im ersten Satz hatte sich der erst 17-jährige Shooting-Star das Knie verdreht. Doch bis zum von Jekatarina Stepanova verwerteten Matchball gegen die Israelinnen war der U18-Nationalspielerin nichts anzumerken. Doch nach der Partie wurden die Schmerzen so gross, dass umgehend ein MRI gemacht werden musste, da die Gesundheitsabteilung der Baselbieterinnen bei der Sm’Aesch-Topskorerin einen Kreuzbandriss befürchtete.

Der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht, trotzdem muss die starke Angreiferin mindestens zwei Wochen pausieren und fortan an Krücken gehen. Doch da der Kader des diesjährigen Sm’Aesch-Teams äusserst gut bestückt ist, sprangen bei der Auswärtspartie gegen Kanti Schaffhausen andere Akteurinnen in die Bresche.

Verletzte Spielerinnen konnten 1:1 ersetzt werden

So machte die lange verletzt gewesene Laura Künzler einen weiteren grossen Schritt in Richtung ihrer letztjährigen Bestform und für die wegen Rückenproblemen geschonten Brasilianerin Barbara Duarte punktete die 19-jährige Madlaina Matter mit einer ausgezeichneten Leistung über die Mitte. Bis auf einen einmaligen 0:1-Rückstand lag die Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner immer in Führung.

Bei den Schaffhauserinnen spielte die deutsche Ann-Kristin Quade nach ihrer viermonatigen Verletzungspause erstmals über zwei Sätze durch und konnte zusammen mit der Russin Ekatarina Ripnaya auch gleich einige Akzente setzen. Doch dies reichte gegen ein nach den anstrengenden Tagen sehr solide auftretenden Birstaler Kombinat bei weitem nicht.

Mit einem klaren 3:0-Sieg konnten die Europa-Cup-Heldinnen die Heimreise antreten und freuen sich jetzt auf eine etwas weniger intensive Woche: »Heute konnten wir Kräfte sparen und kamen trotz einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu einem nie gefährdeten Sieg. Jetzt werden wir die Trainingsintensität etwas herunterfahren, am Donnerstag einen freien Tag geniessen, um dann am kommenden Wochenende in der Doppelrunde mit dem Heimspiel gegen Franches Montagnes (Sa. 17.00, Löhrenacker) und dem Auswärtsspiel bei Volley Top Luzern wieder mit viel Schwung antreten können» sagte ein ziemlich entspannter Lippuner kurz vor der Heimfahrt.