Die wohl schwierigste Aufgabe hatte Sm’Aesch Pfeffingens Headcoach Timo Lippuner vor dieser Partie. Er musste seinen Spielerinnen nämlich die nötige Konzentration für dieses letzte Spiel vor der Festtagspause «einimpfen». «Zum einen denken meine Ausländerinnen bereits an den am Donnerstag beginnenden Heimaturlaub und zum anderen kam Kanti Schaffhausen bislang überhaupt nicht auf Touren. Solche Voraussetzungen können ganz schnell zum Stolperstein werden», so Lippuner.

Und wie Recht der Trainer hatte, zeigte sich schon im Startsatz, als die Gäste mit viel Einsatz, Willen und einigen schönen Punkten ihrer deutschen Diagonalangreiferin Natalie Cukseeva das Spielgeschehen bis zum Stand von 18:18 ausgeglichen gestalten konnten. Doch danach schalteten Topskorerin Laura Künzler und die für Anu Ennok eingesetzte, und vor allem im Angriff überzeugende, Bulgarin Ralitsa Vasileva (12 Punkte) einen Gang höher und holten sich die angestrebte Satzführung.

Auch im zweiten Satz kein Spaziergang

Nach der schnellen 5:0-Führung für das Heimteam im zweiten Durchgang schlichen sich wie schon so oft, wenn es etwas zu leicht geht, Konzentrationsfehler ein. Und wieder war es die 26-jährige und 185 cm grosse Cukseeva, die Kanti Schaffhausen mit viel Power wieder heranbrachte.

Nach einigen Servicefehlern der Baselbieterinnen gelang Smitalova beim Spielstand von 9:8 ein lupenreines Ass. Dies war so etwas wie die Initialzündung für einen veritablen Zwischenspurt (16:11). In dieser Phase glänzte im Angriff vor allem Capitain  Barbara Duarte (20 Winnerpunkte), die wenig später auch gleich den ersten Satzball  mit einem Ass verwertete.

Nichts Neues im dritten und letzten Satz in diesem Spiel. Auf einen 1:5-Rückstand reagierte das Birstal-Kombinat mit einer 16:12-Führung beim zweiten technischen Time-Out. Dieses Zwischenresultat überraschte eigentlich nur, weil das Heimteam sage und schreibe 13 Servicefehler beging.

Auch in Sachen Matchballverwertung brauchte es an diesem Abend etwas mehr Geduld, ehe Smitalova den letzten Ball des Jahres 2016 im gegnerischen Feld unterbrachte und damit die drei Punkte dingfest machte.

Eine Spielerin strahlte nach der Partie ganz besonders, Ralitsa Vasileva: «Es war für mich ein toller Abend. Endlich konnte ich dem Aescher Publikum zeigen, warum man mich aus Finnland in die Schweiz geholt hat. Allerdings kann auch ich nur gut spielen, wenn ich mich auf meine Nebenspielerinnen verlassen kann.»

Weiter geht es für Sm’Aesch Pfeffingen im neuen Jahr mit zwei Heimspielen gegen Volley Köniz (Mi. 12. Januar) und Volley Top Luzern (So. 15. Januar), da das Spitzenspiel gegen Volero Zürich vom 4. Januar  auf Wunsch der Zürcherinnen auf den 8. März verschoben wurde.