Endlich konnten sich die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen wieder auf das Sportliche konzentrieren. Nach dem unsagbaren Hick-Hack wegen der Einsprache gegen einen Tatsachenentscheid der Schiedsrichter von Franches Montagnes, das sich damit noch die Playoff-Spiele um den dritten Platz der Schweizer Meisterschaft am grünen Tisch erkämpfen wollte, war es gestern endlich so weit und das Team von Head-Coach Timo Lippuner reiste zur ersten Partie nach Neuenburg.

Dort starteten die Baselbieterinnen aber katastrophal in die Partie. Im Angriff funktionierte praktisch gar nichts. Die von der leicht angeschlagenen Passeuse Gogic mehr schlecht denn recht gespielten Bälle wurden von Dimitrova und Mlinar praktisch blind in den gegnerischen Block geschlagen. Auch in der Feldverteidigung agierte Sm’Aesch, inklusive Libera Deprati, schwach. Zudem konnte die NUC-Topskorerin Luft einmal mehr nicht gebremst werden. Die logische Folge dieser äusserst schwachen Vorstellung war ein schneller und diskussionsloser 0:2-Satzrückstand.

Mutige Änderungen

Coach Lippuner hatte dann genau zehn Minuten Zeit, sein Team in der Pause nicht nur umzustellen, sondern auch die Taktik zu ändern. Und dies tat der Schweizer National-Coach auf eindrückliche Weise. Künzler spielte jetzt auf der Aussenposition, die erst 16-jährige Nachwuchshoffnung Storck übernahm den Diagonalangriff und Routinier Tschopp glänzte in der Annahme. Fazit dieser Veränderungen und der enormen Leistungssteigerung des ganzen Teams war der kaum mehr erwartete Satzausgleich.

Danach ging es ins Tiebreak. In diesem drehten die Gastgeberinnen nach ihrer Baisse wieder auf und erspielten sich drei Matchbälle. Diese allerdings wurden allesamt abgewehrt. Beim Spielstand von 16:16 kam Matter erstmals an diesem Spätnachmittag aufs Spielfeld und servierte dieses ungemein spannende Spiel gleich zugunsten der Gäste zu Ende. Nach diesem Auswärtssieg kann sich Sm’Aesch Pfeffingen am kommenden Samstag (17 Uhr, Löhrenacker) mit einem weiteren Erfolg den dritten Platz sichern.