Es wurde viel, sehr viel geredet, diskutiert und spekuliert nach der ersten Halbfinal-Playoff- Partie zwischen Sm’Aesch Pfeffingen und Düdingen. Auf der einen Seite, die berechtigte Frage warum die Baselbieterinnen einen 2:0-Satzvorsprung verspielt hatten und auf der anderen Seite die inakzeptable Leistung eines Head-Schiedsrichters, der sich nach erst jetzt veröffentlichen Angaben im Verlaufe des Cupfinals in Fribourg vor Wochenfrist, unter Zeugen, sehr negativ über Sm’Aesch-Capitaine Tess von Piekartz, der er im Verlaufe des Spiels gleich mehrere technische Fehler abpfiff und sie letztlich wegen Reklamierens gar noch vom Platz gestellt hatte, geäussert haben soll.

Und dies in einem Masse, dass Swiss Volley-Direktor Werner Augsburger den Fall an der nächsten Sitzung aufgreifen will. Doch all dies hat und sollte nichts, aber auch gar nichts an der Niederlage des Teams von Cheftrainer Andreas Vollmer und dem damit verbundenen «mit dem Rücken zur Wand stehen» ändern. Es musste einfach ein Sieg her, um eine entscheidende Belle zu erreichen und damit doch noch den Vorstoss in den Final um die Schweizer Meisterschaft zu schaffen.

Sm’Aesch von Beginn an nicht zu bremsen

Und die Spielerinnen des Heimteams zeigten sich von Beginn an auf der Höhe und setzen Düdingen arg unter Druck. Nach anfangs ausgeglichenem Resultat (7:7), zogen die Gastgeberinnen mit einer gut aufgelegten Nicole Walch und Jazmine White bis zum zweiten technischen Time-Out auf 16:10 davon.

Diesen Vorsprung gab man nicht mehr Preis und Anu Ennok verwertete gleich den ersten Satzball zur Führung. Auch im zweiten Durchgang spielte Sm’Aesch wie aufgedreht und das Resultat war analog des ersten Satzes (16:10). Es war in dieser Phase vor allem Topskorerin Maja Storck, die praktisch jeden von der stark spielenden Tess von Piekartz vorbereiteten Angriffe erfolgreich abschloss und Madlaina Matter wiederum den ersten Satzball souverän im gegnerischen Feld unterbrachte.

Gleiches Szenario wie am vergangenen Mittwoch

Mit dieser 2:0-Satzführung war auch gleichzeitig eine Duplizität des Resultates vom Auswärtsspiel in Düdingen hergestellt. Doch diesmal wollte das Birstal Kombinat nicht noch einmal das Spiel aus der Hand geben und griff weiter vehement an. Doch die Freiburgerinnen hielten dagegen und lagen gegen Ende des dritten Satzes mit 18:22 voraus. Doch das Heimteam wehrte sich gegen den Satzverlust. Und was danach folgte war Spannung und Dramatik pur. Mit einer enormen Willensleistung erspielte sich das Vollmer-Team gleich drei Matchbälle, scheiterte aber immer wieder am Düdinger Block.

Es war dann die Kanadienerin White, die beim Spielstand von 30:29 den vierten Matchball verwerten konnte und damit einen kollektiven Jubel in der gut gefüllten Aescher Löhrenackerhalle auslöste. Nach dem Ausgleich der Serie kommt es nun am Sonntag, 8. April (17.00.Löhrenacker) zum alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins Finale. «Wenn wir wieder so konzentriert und konsequent spielen wie heute, werden wir es noch schaffen» sagte eine strahlende und verschwitzte Storck nach dem Spiel.