«Manchmal kann eine Niederlage im richtigen Moment ein Team noch stärker machen», sagte Sm’Aesch Pfeffingen Head-Coach Timo Lippuner nach der deutlich gewonnene Partie in Luzern.

Das klare Resultat überrascht umso mehr, als dass die Luzernerinnen überraschenderweise hintereinander mit Neuchâtel UC und Köniz gleich zwei Topteams in die Schranken gewiesen hatten. Die Voraussetzungen nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Franches Montagnes waren nicht wirklich günstig.

Neben den verletzten und schon gar nicht erst in die Innerschweiz mitgereisten Maja Storck und Jana Koch, mussten auch Anu Ennok (muskuläre Probleme) und Barbara Duarte (Rückenbeschwerden) handicapiert antreten. Doch vor allem die 24-jährige Estin biss auf die Zähne und avancierte schon im ersten, deutlich gewonnen Satz zur zuverlässigen Punktesammlerin. Nach einem 12:5-Vorsprung war mit einer gegenüber dem Vortag stark verbesserten Blockarbeit und guten Services der Rest dieses Startsatzes nur noch Formsache. Mit einer starken Kerley Becker über die Mitte und einer zuverlässigen Laura Künzler über aussen lagen die Baselbieterinnen auch im zweiten Satz rasch relativ deutlich in Führung.

Erst gegen Ende des Durchgangs musste man den Gastgeberinnen einige Punkte zugestehen, sodass es am Ende noch etwas enger, aber niemals brenzlig, wurde. Nach der kurzen Pause trat das Birstaler Kombinat dann wieder wie schon zu Beginn des Spiels sehr konzentriert auf und liess die Luzernerinnen nie ins Spiel kommen. Auch die Lettin Jekatarina Steponova zeigte sich gegenüber dem Vortag wieder von ihrer besten Seite und wollte ihren doch eher bescheidenen Auftritt vergessen machen. Natürlich profitierten alle Sm’Aesch-Angreiferinnen auch von einer an diesem Spätnachmittag extrem verbesserten Passeuse Rosane Maggioni.

«Es war ein starker Auftritt meiner Spielerinnen, welche am Samstag als Team komplett versagt hatten, diese Scharte aber heute diskussionslos wieder ausgemerzt haben und damit die richtige Antwort auf die schwache Leistung gaben», sagte der Trainer kurz  vor der Heimreise.

Dass dieser Sieg weiterhin die Chance auf Platz Drei nach der Qualifikationsrunde und damit den Gewinn eines Bonuspunktes im direkten Duell mit Neuchâtel UC, welches am letzten Spieltag noch auf das ungeschlagene Volero Zürich trifft, offen lässt ist eine Sache. Die andere ist das sicherlich wieder gefundene Selbstvertrauen, welches die Mannschaft am Mittwoch im Europacup-Viertelfinal-Heimspiel gegen das übermächtige Trabzon Idman Ocagi  (20.00, Löhrenacker), ganz sicher gut gebrauchen kann.

Volley Top Luzern – Sm’Aesch Pfeffingen  0:3

Sätze: 16:25, 23:25, 14:25

Bahnhofhalle. – 250 Zuschauer. – SR Sikanjic/Enkerli

Luzern: Kountoura, Bieri, Schottroff, Wigger, Radulovic, Rohrer, Bisang, Kronenberg; Neumannova, Wassner, Bachmann.

Sm’Aesch Pfeffingen: Becker, Maggioni, Stepanova, Künzler, Deprati (Libera), Matter, Ennok; B. Duarte, M. Duarte, Sacher, Leu (Libera).

Bemerkungen: Sm’Aesch ohne Storck und Koch (verletzt).