Wie schon im Vorfeld dieser Partie gegen Volley Top Luzern von Head Coach Timo Lippuner angekündigt, standen in diesem Spiel nicht mehr die gleichen Akteurinnen wie am Abend zuvor auf dem Feld. Anstelle von Anu Ennok kam die 24-jährige Bulgarin Ralitsa Vasileva auf der Aussenangriffsposition zum Einsatz.

Doch irgendwie stotterte der Motor der Baselbieterinnen im ersten Satz. Noch am Vortag hatte Trainer Lippuner den starken Service seiner Spielerinnen gelobt, doch in Luzern waren die vielen Aufschlagfehler der Grund für einen eher nicht erwarteten, hart umstrittenen Auftaktsatz. Nicht zuletzt dank einer im Angriff starken, in der Annahme aber fehlerhaften Laura Künzler gewann Sm’Aesch trotz vier Satzbällen für die Luzernerinnen noch in extremis mit 30:28.

Trotz Rückstand am Ende die Nase vorn

«Luzern hätte diesen Satz zwingend gewinnen müssen. Nach dem lockeren Sieg vom Freitag waren meine Spielerinnen oft zu selbstsicher. Doch das Erfreuliche daran ist, dass wir jedes Mal die teilweise klaren Rückstande immer wieder korrigieren konnten» resümierte Lippuner nach dem Spiel.

Denn auch im zweiten Satz lagen die Gäste mit 5:11 zurück, ehe der Trainer mit einem cleveren Schachzug die Wende herbeiführte. Er brachte für die einen schlechten Abend erwischende Topskorerin Maja Storck die 21-jährige Samira Sulser. Und die vom VBC Galina Schaan auf diese Saison zu Sm’Aesch gekommene Nationalspielerin spielte nicht nur gross auf, sondern avancierte am Ende der Partie sogar zur besten Spielerin. So ging auch der zweite Satz an den Favoriten aus dem Baselbiet.

Nicht anders verlief der dritte Durchgang. Luzern lag dank vielen Punkten ihrer Topskorerin Leona Neumannova meist in Front, ehe sich die Gäste in der Schlussphase nach einem 16:13-Rückstand beim zweiten technischen Time-Out erneut durchzusetzen wussten und Monika Smitalova den ersten Matchball im gegnerischen Feld unterbrachte. Wie zufrieden Lippuner trotz diesem erknorzten Sieg in Luzern mit den sechs Punkten und einem 6:0-Satzverhältnis aus zwei Auswärtsspielen war, zeigt die Tatsache, dass er seinen Spielerinnen zwei Freitage gab.