Die Heim-Hauptprobe für das CEV Challenge Cup-Viertelfinalspiel gegen die Türkinnen von Trabzon Idman Ocagi vom kommenden Mittwoch ging für Sm’Aesch Pfeffingen ziemlich daneben. Gegen den Angstgegner aus dem Jura zeigte das Heimteam nur zu Beginn eine konzentrierte Leistung. Im Startsatz lag die wegen Verletzungen arg dezimierte Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner zwar wegen einigen unnötigen Annahmefehlern zunächst mit 3:6 im Hintertreffen, korrigierte diesen vermeintlichen faux-pas allerdings postwendend.

Die nach ihrer Verletzungspause wieder in Fahrt kommende Laura Künzler über die Aussenposition und  Kerley Becker und die erst 19-jährige Madlaina Matter in der Mitte drehten den eingehandelten Rückstand in einen komfortablen 20:13 Vorsprung, welcher bis zum Satzende nicht mehr abgegeben wurde. Dieser relativ locker erspielte Satzvorsprung verleitete die Gastgeberinnen dann aber zur Nonchalence, welche die Jurassierinnen unter der Regie ihrer holländischen Topskorerin Nicole Koolhaas und der deutschen Angreiferin Eva Michalski sofort ausnützten und mit 15:9 in Führung lagen.

Trotz einem veritablen Endspurt konnte die Baselbieterinnen den eingehandelten Rückstand nicht mehr wettmachen und Franches Montagnes konnte satzmässig ausgleichen. Auch nach der kurzen Pause schien das Heimteam immer noch nicht bereit der Herausforderung des kämpferischen Gegners Paroli zu bieten. Vor allem die Zuspiele von Rosane Maggioni waren oft zu durchsichtig und die Blockarbeit des Birstaler Kombinats eher bescheiden, sodass nach einem spannenden resultatmässigen Auf und Ab die noch um einen Finalrundenplatz kämpfenden Gäste die 2:1-Satzführung bejubeln konnten.

Beim Spielstand von 12:8 im vierten Satz kam bei den Zuschauern wieder Hoffnung auf. Doch da in der Folge weder Anu Ennok noch Jekatarina Stepanova ihr Leistungsvermögen auch nicht nur annähernd erreichten, konnte das um jeden Ball kämpfende Gastteam von Trainer Romeu Beltramelli Filho auch diesen Rückstand nicht nur ausgleichen, sondern gleich in einen 22:17 ummünzen. Ein an diesem Abend nie richtig funktionierendes und auf zu vielen Positionen nicht genügendes Sm’Aesch Pfeffingen ergab sich danach seinem Schicksal und musste dem Gegner gleich alle drei Punkte überlassen. «Keine Ahnung, was heute los war. Nach gutem Start sind wir je länger, je mehr eingebrochen und konnten die viel zu hohe Fehlerquote beim Service und am Block nicht mehr korrigieren», sagten Captain Kerley Becker und ihre Trainer Timo Lippuner nach der Partie unisono.         

Matchtelegramm:

Sm’Aesch Pfeffingen – VFM Franches Montagnes  1 :3

Sätze: 25:18, 22:25, 24:26, 18:25

Löhrenacker. – 350 Zuschauer. – SR Grieder/Zindel

Sm’Aesch Pfeffingen: Maggioni, Becker, Stepanova, Deprati (Libera), Matter, Ennok, Künzler; M. Duarte, Sacher, Leu (Libera).

Franches Montagnes: Buchwalder, Michalski, Vilela Porto, Koolhaas, Sciarini (Libera), Boillat, Fernandez; Pene, Rebetez, Gerber, Donzé.

Bemerkungen. Sm’Aesch ohne Storck, B. Duarte und Koch  (alle verletzt).