Es wurde vielerorts nicht verstanden, dass man den Baselbieterinnen innert sieben Tagen drei Meisterschaftsspiele und eine Europacup-Partie angesetzt hatte und diese damit im letzten Spiel dieser Mammutwoche einfach keine Kraft mehr hatten. Im ersten Satz in diesem Auswärtsspiel schien es dann aber fast so, als wollten die Gäste ihre Wut an den Bernerinnen auslassen. Ganze zehn Punkte wurden dem Gegner zugestanden.

Spätestens nach den sechs Punkten in Folge vom 16:7 bis zum 22:7 war die Satzführung nicht mehr in Gefahr. Und dies obwohl Sm’Aesch Pfeffingen Head-Coach Andy Vollmer seine Startsechs umstellen musste. Mittelblockerin Madlaina Matter blieb krank zu Hause und Lea Werfeli spielte ihren Part und wusste durchaus zu gefallen.

Köniz lässt sich nicht abschlachten

Doch die Mannschaft des früheren Sm’Aesch-Assistenztrainers Agris Leitis reagierte im zweiten Satz unter der Führung von Capitaine Barbara Duarte (ebenfalls ehemalige Sm’Aesch-Akteurin) und verleitete die Gäste zu mehreren Annahmefehlern (Anu Ennok und Nicole Walch), sodass aus einer 8:7-Führung ein 9:14-Rückstand wurde. Trotz einer Sm’Aesch-Aufholjagd (23:24) konnten die Gastgeberinnen nach einem völlig verkorksten ersten Durchgang satzmässig ausgleichen.

Auch im dritten Satz wehrte sich das Heimteam nach Kräften, kam nach einem 13:18-Rückstand nochmals zurück und musste den Satz in einer spannenden Schlussphase nur knapp abgeben. Im vierten Satz lag der Tabellenführer aus dem Baselbiet zunächst sogar mit drei Punkten in Rücklage, ehe er dann in der Schlussphase seiner Reputation als Favorit gerecht wurde, Topskorerin Maja Storck den zweiten Matchball sicher verwertete und damit die Leaderposition zu behaupten wusste.