Spielbeginn in der Halle des sports de la Riveraine war um 17.30 Uhr. Doch die Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen standen zwar auf dem Feld, waren aber noch nicht im Spiel. Und dies blieb so während des ganzen ersten Satzes. 14:25 lautete das bittere resultatmässige Verdikt aus der Sicht des Teams von Sm’Aesch Pfeffingen-Head-Coach Timo Lippuner: "Es war ein schwacher Auftritt meiner Spielerinnen. Nichts, aber auch gar nichts lief zusammen. Keine vernünftigen Angriffe, kein Block, keine druckvollen Services, keine Annahme, nichts! Zudem gelang den Gastgeberinnen praktisch alles."

Doch der gewiefte Trainer schien seine Volleyballerinnen gut genug zu kennen, um auf solch einen desaströsen Satz reagieren zu können. Und genau so kam es auch. Die Pfeffingerinnen waren wie verwandelt, respektive nicht nur in der Halle, sondern auch im Spiel angekommen. Sie liessen sie den jetzt bedauernswerten Gastgeberinnen ihrerseits keine Chance und glichen dank einem noch deutlicheren 25:12 nach Sätzen aus.

Schwung mitgenommen und wieder abgestürzt

Die Baselbieterinnen nahmen den Schwung mit in den dritten Durchgang und lagen beim ersten technischen Time-Out mit 8:6 in Front. In der Folge wurde das Spielgeschehen immer ausgeglichener. Erst in der Schlussphase des Satzes konnte sich Sm’Aesch Pfeffingen dank einigen sehenswerten Angriffen über Maja Storck und Monika Smitalova doch noch mit 25:20 durchsetzen. Jetzt lag das Momentum wieder eindeutig bei den leicht favorisierten Gästen. Doch hoppla. Plötzlich schienen die Köpfe Sm’Aesch-Spielerinnen die Halle wieder verlassen zu haben und wurden von den über sich hinauswachsenden Neuenburgerinnen gleich mit 25:12 niedergekantert!

Somit musste das Tie-Break über den Ausgang dieser auf und ab wogenden, aber auf bescheidenem Niveau stehenden, Partie entscheiden. Beim Seitenwechsel dieser Kurzentscheidung hatte NUC mit 8:5 die Nase vorn. Doch einmal mehr bewies das junge Team um Capitaine Barbara Duarte unglaubliche Nervenstärke und holte sich dank einem 18:16 den kaum mehr erwarteten Sieg.

Schon am kommenden Mittwoch steht für Sm’Aesch Pfeffingen die Nachtragspartie bei Leader und Cupfinal-Gegner Volero Zürich auf dem Programm.