Nach der anstrengenden und kräfteraubenden, aber letztlich erfolgreichen Reise nach Finnland, bekundeten die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen beim Gastspiel in der welschen Schweiz nur im ersten Satz etwas Mühe. Nach einem schnellen 1:5-Rückstand fanden die Gastgeberinnen zwar dank ihrer gewohnt ausserordentlich kämpferischen Leistung sofort wieder ins Spiel zurück.

Es brauchte dann eine Service-Serie der Estin Anu Ennok um Sm’Aesch wieder die Führung und wenig später auch den knappen Satzgewinn zu bescheren. Im zweiten Satz lagen die Baselbieterinnen mit 16:11 vorne, als sich die im Vergleich zum Europa-Cup-Spiel in Hämeenlinna stark verbesserte Jekatarina Stepanova am Fuss verletzte und durch Manuela Duarte ersetzt werden musste. Und es war dann  ausgerechnet die jüngere Schwester von Barbara Duarte, die ebenfalls mit einer Service-Serie die Weichen in Richtung 2:0-Satzführung stellte.

Die letzten Kräfte mobilisiert 

Zu diesem Zeitpunkt war das jetzt auch der Annahme wieder sicherere Team von Trainer Timo Lippuner endgültig in der Erfolgsspur. Noch ein Satzgewinn fehlte und man hätte mit drei Punkten und dem halben Ticket für die Finalrunde nach Aesch zurückfahren können. Obwohl die eine oder andere Spielerin nun wirklich auf dem berühmten Zahnfleisch lief, motivierten sich die Teamleaderinnen wie Capitaine Kerley und Maja Storck im Angriff und die ebenfalls immer noch angeschlagene Libera Thays Deprati in der Defensive gegenseitig.

Die Führung wechselte in diesem Durchgang laufend, bis sich eben Becker und die nach ihrer Verletzung mit einem starken Tape wieder auf den Platz zurückgekehrte Stepanova einen 23:22-Vorsprung erspielten und die beiden letzten Punkte zum vielbejubelten Sieg im gegnerischen Feld unterbrachten. «Es war kein einfaches Unterfangen mit zwei, drei angeschlagenen Spielerinnen hier drei Punkte mitzunehmen. Auch konnte meine Mannschaft eine gewisse Müdigkeit nicht vertuschen. Doch die in den letzten Wochen vor allem im Europacup gesammelten Erfahrungen liessen uns am Ende trotzdem verdient das bessere Ende für uns behalten» sagte ein zufriedener Lippuner nach dem erfolgreichen Auftritt in Cheseaux.

Bereits heute Sonntag um 17.00 Uhr steht die letzte Partie vor der Weihnachtspause gegen Schweizer Meister Volero Zürich in der Sporthalle Löhrenacker in Aesch auf dem Programm. 

VBC Cheseaux – Sm’Aesch Pfeffingen  0 :3

Sätze: 23 :25, 17 :25, 22 :25

Salle Derrière la Ville. – 250 Zuschauer. – SR Droguett/Reyes

Cheseaux : Morrell, Mackie, M. Haemmerli (Libera), Stocker, O. Haemmerli, Masson, Montavon; Pierrehumbert, Hervé, Bornand.

Sm’Aesch Pfeffingen: Maggioni, Becker, Stepanova, Storck, Ennok, Deprati (Libera), Matter; B. Duarte, Sacher, Koch, M. Duarte, Leu (Libera).

Bemerkungen: Sm’Aesch ohne Künzler (verletzt), Koch (Schule).