Der sportliche Volksmund sagt, dass der Cup seine eigenen Gesetze habe. Doch in der momentanen Verfassung von Sm’Aesch Pfeffingen werden solche möglichen Gesetzmässigkeiten knallhart ausgeblendet. Nachdem keine 24 Stunden zuvor das Meisterschaftsspiel gegen Franches Montagnes mit einer „zweiten“ Garnitur fast ohne Probleme mit 3:1 gewonnen wurde, stand im Cupspiel gegen Volley Lugano wieder die sogenannte Stammsechs auf dem Feld. Also wieder mit Mittelblockerin Monika Smitalova und Thays Deprati als Libera.

Und das Heimteam liess vom ersten Ballwechsel an erkennen, dass man den Cuphalbfinal ohne grossen Kraftaufwand erreichen will. Hatte man vor Wochenfrist den gleichen Gegner im Tessin zwar ebenfalls mit 3:0-Sätzen besiegt, dabei aber noch einige Probleme bekundet, sorgten Maja Storck, Laura Künzler, Anu Ennok und Smitalova mit ihren Angriffsbällen schnell für klare Verhältnisse (15:6). Der Rest dieses Startsatzes war dann reine Formsache und Capitaine Barbara Duarte verwertete den zweiten Satzball sicher.

Lugano kämpferisch, aber weiter chancenlos

Zwar wussten sich die Tessinerinnen im Verlaufe des zweiten Durchgangs zu steigern und ihre slowakische Topskorerin Karin Palgutova kam zu einigen Punkten (16:14), doch am Schluss hatten wieder die Gastgeberinnen die Nase deutlich vorne. Auch im dritten Satz hielten die Gäste das Spielgeschehen resultatmässig lange Zeit ausgeglichen (9:9, 17:17), doch wirklich in Gefahr einen Satz abgeben zu müssen kam Sm’Aesch Pfeffingen nie.

Schade eigentlich nur, dass der Publikumsaufmarsch, nicht nur für dieses Cupspiel, trotz einer schier unglaublichen Erfolgsserie von 14 Siegen in Folge, eher bescheiden ist. „Letzte Woche sagte ein Sm’Aesch-Fan zu mir, er käme nicht mehr in die Halle, ihr gewinnt ja doch immer!?“ sagte Head-Coach Timo Lippuner nach dem Spiel mit einem Schmunzeln auf den Lippen.