Die Stimmung war bei den Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nach der bitteren und entscheidenden Meisterschafts-Niederlage gegen Neuchâtel verständlicherweise auf dem Tiefpunkt angelangt. Die Vorbereitung von Headcoach Jana Surikova für das Cup-Highlight gegen Voléro Zürich lag deshalb für einmal nicht nur im spielerischen und taktischen, sondern vor allem auch im mentalen Bereich.

Und dies schien der erfahrenen Tschechin gut gelungen zu sein. Im Startsatz des Halbfinals begeisterte das Heimteam sein Publikum mit engagiertem und teilweise gutem Spiel. Unter der Regie der erstmals in dieser Saison konstant spielenden Passeuse Stéphanie Bannwart punkteten Capitaine Laura Tschopp, Laura Sirucek und Martina Frankova regelmässig und brachten ihr Team gegen Ende dieses spannenden Satzes mit 22:19 in Führung.

Der Satzgewinn war in greifbare Nähe gerückt, als Voléro-Ausnahmekönnerin Jelena Alajbeg ihr Veto einlegte und mit zwei herrlichen Abschlüssen und einem unerreichbaren Sprungservice die Entscheidung zuungunsten von Sm’Aesch einleitete. Einmal mehr in dieser Saison brachte sich das Birstaler Kombinat um die Früchte seiner Bemühungen, weil in den entscheidenden Phasen der Gegner einfach cleverer und nervenstärker agierte.

Im zweiten Satz war dann von der Sm’Aesch-Euphorie nicht mehr viel übrig geblieben. Die Fehlerquote beim Service und in der Annahme stieg rapide an und die Zürcherinnen steigerten sich ihrerseits. Auch Zuspielerin Bannwart patzte einige Male mit zu durchsichtigen Aktionen. Ein 7:16-Rückstand war gegen den Champions-League-Achtelfinalisten nicht mehr wettzumachen, sodass das Heimteam mit einem 0:2-Satzrückstand in die Pause ging.

Keine Wende im letzten Satz

Aus dieser kamen die Gastgeberinnen wieder mit mehr Selbstvertrauen aufs Feld zurück und forderten Voléro noch einmal. Doch in diesem Satz wiederholten sich die Ereignisse des Startsatzes. Sm’Aesch lag bis zum Spielstand von 20:19 vor allem dank guter Blockarbeit und einigen schönen Punkten von Kerley Becker mehrheitlich in Front, ehe die kroatische Aussenangreiferin Alejbeg mit fünf persönlichen Punkten die endgültige Entscheidung einleitete.

«Natürlich ist es schade, dass wir dem haushohen Favoriten kein Bein stellen konnten. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft und an unsere Chance geglaubt. Zudem bin ich froh, dass ich heute lockerer und endlich auch besser aufspielen konnte», sagte Sm’Aeschs Nationalmannschafts-Passeuse Bannwart nach dem Ausscheiden im Cupwettbewerb.