Die Baselbieterinnen wollten ihre Leaderposition verteidigen und die Zürcherinnen ihrerseits Revanche für die bittere Niederlage nehmen. Zu Beginn dieses Spitzenspiels schien es so, als würden die Baselbieterinnen an die Leistung bei ihrem sensationellen Sieg vor einigen Wochen anknüpfen. Der Mannschaft von Head-Coach Andy Vollmer gelang nämlich ein absoluter Traumstart. Mit einer 5:0 und 11:4-Führung waren die Weichen für die Satzführung ziemlich schnell gestellt. Dank starkem Service und mit von Passeuse Tess von Piekartz ausgezeichnet eingeleiteten Angriffen wurden die Gastgeberinnen richtiggehend überfahren.

Beim zweiten technischen Time-Out war das Skore dank Punkten von Nicole Walch und Madlaina Matter auf 16:6 angewachsen. Erst jetzt schien das Heimteam den Ernst der Lage begriffen zu haben und kam mit einem veritablen Zwischenspurt bis auf fünf Punkte heran (23:18). Doch der Leader liess sich den Satzgewinn nicht mehr nehmen.

Wütende Reaktion des Serienmeisters

Dieser Satzverlust schien die siegverwöhnten Zürcherinnen arg zu schmerzen. Anders ist es nicht zu erklären, dass jetzt die Punkte hauptsächlich an den Favoriten gingen. Es war in dieser Phase einmal mehr die Volero-Topskorerin Rosir Calderon Diaz, welche ihr Team wieder zurück in die Spur brachte und den Satzausgleich mit deutlichem Verdikt schaffte. Doch auch Sm’Aesch Pfeffingen wusste im dritten Satz zu reagieren und lag seinerseits wieder mit 5:1 und beim ersten technischen Time-Out mit 8:5 in Front.

Jetzt schien in dieser vorentscheidenden Phase wieder alles möglich, denn die beiden Mannschaften spielten in der Folge auf Augenhöhe (18:18). Doch dem schier unglaublichen Endspurt von Volero mit Capitaine Ana Antonijevic hatten Maja Storck, Jazmine White und ihre Teamkolleginnen nichts mehr entgegenzusetzen und der mehrfache Doublegewinner der letzten Jahre ging mit dem 25:19 satzmässig in Führung. Zwar stemmte sich Sm’Aesch Pfeffingen zu Beginn des vierten Durchgangs nochmals vehement gegen die drohende Niederlage und hielten bis zum zwischenzeitlichen 7:8 noch einigermassen mit.

Doch danach war die Luft beim Spielstand von 11:16 so ziemlich draussen. Wenig später hiess aus Sicht der Gäste unter dem Motto «nichts geht mehr» 13:20 und auch die Trotzreaktion mit einer Aufholjagd bis zum 22:24 konnte die Niederlage nicht mehr abwenden und die Sm’Aesch-Spielerinnen mussten ihren Kontrahentinnen zum Sieg und zur Tabellenführung gratulieren.