Düdingen. Dass diese Playoff-Halbfinalserie zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Qualifikation ein Duell auf Augenhöhe werden würde war abzusehen. Dass aber schon der Startsatz derart spannend und ausgeglichen über das Parkett der Leimackerhalle in Düdingen gehen würde erfreute natürlich die Fans der beiden Teams. Nach zögerlichem Beginn konnten sich die Gäste aus dem Baselbiet erstmals einen Drei-Punkte-Vorsprung erspielen.

Doch die Fribourgerinnen mit der Ex-Sm’Aesch Pfeffingen Kerley Becker im Mittelangriff und der Liga-Topskorerin Danielle Harbin reagierten postwendend und gingen ihrerseits mit 18:14 in Führung. Doch eine Service-Serie von Madlaina Matter brachte die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer wieder zurück in diese Partie (18:19). Erst nach dem 21:21 leiteten Nicole Walch und Capitaine Tess von Piekartz diesen ersten Satz resultatmässig in die für Sm’Aesch gewünschten Bahnen und mit einem sauberen Block machte Matter den Sack zu.

Weiterhin sehr ausgeglichenes Spiel

Auch im zweiten Durchgang wogte dieses hochstehende Volleyballspiel auf und ab. Das Birstal Kombinat zeigte sich in diesem Satz vor allem in der Defensivarbeit voll auf der Höhe. Viele Angriffe von Moffett und Felinski konnten zum Teil mirakulös abgewehrt und zu eigenem Punktgewinn verarbeitet werden. Zudem hielten die Nerven vor allem in den entscheidenden Momenten wie beim Spielstand von 23:23 als man nach dem 23:24 den ersten Satzball sicher verwerten konnte. Jetzt war das Heimteam extrem gefordert. Eine Reaktion musste kommen, doch die Gäste blieben ruhig und zogen ihr Spiel mit gutem Service und sauberen Blocks auch im dritten Satz rigoros durch. Auch den Rückstand (14:16) beim zweiten technischen Time-Out steckte Sm’Aesch weg, doch die Power Cats liessen nicht locker und zwangen ihre Gegnerinnen mit etwas Glück und viel Kampfgeist in die Knie und verkürzten satzmässig auf 1:2. Und dieser Satzgewinn verleihte den Gastgeberinnen im wahrsten Sinne des Wortes Flügel.

Jetzt gelang vor allem Becker fast alles, sodass die 13:9-Führung schon fast logisch war. Aber auch die Baselbieterinnen reagierten und stellten das Resultat auf 17:17. In einem furiosen Endspurt glänzte dann vor allem Ines Granvorka und ihr Team setzte sich doch noch äusserst knapp durch und erzwang das Tie-Break. In diesem Zusatzsatz lag natürlich das Momentum ganz klar beim Heimteam. Und dieses verstärkte sich nach dem Blitzstart (9:2) noch zusätzlich. Dass danach bei Sm’Aesch Pfeffingen nichts mehr ging, war dann aber nicht vorherzusehen. Am Schluss resultierte ein klares 15:7 für Düdingen. Nach dieser völlig unnötigen Niederlage muss die Vollmer-Mannschaft das Heimspiel am Samstag in Aesch (Löhrenacker, 17.00) gewinnen, um ein Entscheidungsspiel an gleicher Stätte 24 Stunden später zu erzwingen.