Drei Vizemeistertitel, drei verlorene Cupfinals und zwei Niederlagen im Supercup. Sm’Aesch Pfeffingen weiss, wie es ist, Zweiter zu werden. Jetzt soll im neunten Anlauf endlich der Meisterpokal ins Baselbiet geholt werden.

Head-Coach Andreas Vollmer sagte nach dem verlorenen Cupfinal treffend: «Im Meisterschafts-Playoff-Finale werden nicht nach einem Spiel die Medaillen verteilt. Diesmal braucht es drei Siege und wir werden alles daransetzen, dieses grosse Ziel des ersten Titels und damit den Gewinn der goldenen Medaille zu erreichen.»

Viele Sondertrainings

Best of five heisst die Zauberformel für die beiden Vereine, die sich in ihren Halbfinals – Neuchâtel gegen Düdingen und Sm’Aesch Pfeffingen gegen Schaffhausen – relativ klar mit zwei 3:0-Siegen in diesen Final gespielt haben.

Nach der Enttäuschung über die Niederlage im Pokalendspiel gegen den gleichen Gegner haben die Baselbieter Volleyballerinnen nicht lange lamentiert. In vielen Sondertrainings wurden die gemachten Fehler analysiert.

Sie sollen sich in den kommenden Partien ja nicht wiederholen. Der Service, die saubere Annahme, erfolgreiche Blockarbeit und vor allem die Körpersprache waren bereits am vergangenen Wochenende gegen Schaffhausen stark verbessert. Diese Faktoren sollen auch im Final gegen NUC zum Erfolg führen.

Neuchâtel und sein US-Trio

In der Qualifikation haben die Baselbieterinnen gegen NUC dreimal gewonnen. In den wichtigen Partien wie Super Cup und Schweizer Cup hat Sm’Aesch aber jeweils verloren. Dies hatte bei den Neuenburgerinnen vor allem mit dem starken US-Trio Kyra Holt, Martenne Bettendorf und Topskorerin Tia Scambray zu tun. Die drei Angreiferinnen machten im Endspiel achtzig Prozent der Punkte ihrer Mannschaft.

In dieser Beziehung hat Sm’Aesch in einer Serie auf drei Siege wohl die etwas besseren Karten. Neben Topskorerin Dora Grozer hat Sm’Aesch mit Jessica Ventura, Monika Chrtianska, Gabi Schottroff und Madlaina Matter gleich fünf potenzielle Punktesammlerinnen in der Mannschaft.

Doch in dieser Finalserie könnte vor allem auch die Position der Zuspielerin den Unterschied ausmachen. Bei den Baselbieterinnen führte im Halbfinal-Playoff gegen Schaffhausen Tess von Piekartz wieder wie in ihren besten Tagen Regie. Auf Neuenburger Seite war Sarah Troesch in den Meisterschaftsspielen nicht immer überzeugend.

Im Cupfinal wuchs sie aber über sich hinaus und konnte ihre beste Saisonleistung abrufen. Jetzt wird es aber nicht nur auf die Tagesform ankommen, sondern auf konstante Leistungen über drei oder vielleicht sogar über fünf Spiele.